{"Signatur": "AR_OG_002", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_002_O2S-17-16_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2018/OG-20180814-O2S-17-16-20181213.pdf", "Checksum": "100d2f9f19ee679be96f933d7867bd39"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O2S-17-16"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-17-16"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden  2. Abteilung   \nBeschluss vom  14. August 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichterin D. Sieber Oberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger Obergerichtsschreiberin B. Widmer   \nVerfahren Nr. O2S 17 16   \nSitzungsort Trogen  \n Beschwerdeführer A___ Beschuldigter    Beschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  Anklägerin  \nvertreten durch: StA B___,  Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau  \n Gegenstand Einstellung  \nBesc"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:14", "Checksum": "811c5f6da9a370f1f925ebb8613aaac7", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-17-16\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden  2. Abteilung   \nBeschluss vom  14. August 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichterin D. Sieber Oberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger Obergerichtsschreiberin B. Widmer   \nVerfahren Nr. O2S 17 16   \nSitzungsort Trogen  \n Beschwerdeführer A___ Beschuldigter    Beschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  Anklägerin  \nvertreten durch: StA B___,  Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau  \n Gegenstand Einstellung  \nBesc\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n2. Abteilung\n\nBeschluss vom 14. August 2018\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichterin D. Sieber\nOberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger\nObergerichtsschreiberin B. Widmer\n\nVerfahren Nr. O2S 17 16\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\nBeschuldigter\n\nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\nvertreten durch: StA B___,\nSchützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nGegenstand Einstellung\nBeschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft\nU 15 39 vom 24. Oktober 2017\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers (sinngemäss):\n\nDie Einstellungsverfügung vom 24. Oktober 2017 sei aufzuheben, die Untersuchung\nweiterzuführen und die Einvernahme von A___ rechtshilfeweise in Deutschland\nvornehmen zu lassen.\n\nb) der Staatsanwaltschaft:\n\n1. Die Beschwerde sei abzuweisen.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers.\n\nSachverhalt\n\nA. Überblick\n\nAm 14. Oktober 2014 informierte das Bundesamt für Polizei die Behörden des Kantons\nAppenzell Ausserrhoden, dass über die IP-Adresse von C___, wohnhaft in D___,\nkinderpornografische Darstellungen ins Internet hochgeladen und anderen Nutzern zur\nVerfügung gestellt worden sind (act. B 7/37 S. 1). Mit Einvernahme vom 30. März 2015\nwurde C___ zur Sache befragt (act. B 7/3). Der Beschwerdeführer, der über einen\nSchlüssel zur Wohnung verfügte (act. B 7/1 S. 3), wurde am 2. April 2015 als\nAuskunftsperson einvernommen (act. B 7/4). Im Laufe der Ermittlungen stellte sich\nheraus, dass C___ als Täter ausgeschlossen werden konnte, da er im Zeitpunkt des\nUploads der Bilder hospitalisiert war (act. B 7/1 S. 2). Infolgedessen fiel der Verdacht auf\nden Beschwerdeführer. Dieser verliess ca. anfangs Mai 2015 die Schweiz in Richtung\nDeutschland (act. B 7/1 S. 3). Am 15. Juni 2016 informierte RA E___, mit\nGeschäftsadresse in St. Gallen, dass er vom Beschwerdeführer mit dessen\nInteressenwahrung betraut worden sei (act. B 7/35). Mit Strafbefehl vom 18. Oktober 2016\nverurteilte die Staatsanwaltschaft den Beschwerdeführer wegen harter Pornografie,\nbegangen am 5. September 2014 bis 30. März 2015, zu einer bedingten Geldstrafe von\n30 Tages-sätzen zu je Fr. 100.--, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren, und zu\neiner Busse von Fr. 1‘000.-- (act. B 7/37). Gegen diesen Entscheid erhob RA E___ am\n31. Oktober 2016 vorsorglich Einsprache (act. B 7/38.1). Am 28. November 2016\ninformierte er telefonisch, dass sein Mandant an der Einsprache definitiv festhalte (act.\nB 7/39). Mit Schreiben vom 20. Dezember 2016 wies RA E___ darauf hin, dass eine\n\nSeite 2\nallfällige Einvernahme seines Mandanten gegebenenfalls rechtshilfeweise in Deutschland\nerfolgen könnte (act. B 7/40). Am 10. Januar 2017 lud die Staatsanwaltschaft den\nBeschwerdeführer auf den 24. Januar 2017 zur Einvernahme nach Herisau vor (act. B\n7/43). Dieser sagte seine Teilnahme am Vortag kurzfristig ab, worüber die\nStaatsanwaltschaft durch RA E___ in Kenntnis gesetzt wurde (act. B 7/44). Mit Verfügung\nvom 26. September 2017 wurde der Beschwerdeführer erneut zur Einvernahme nach\nHerisau vorgeladen. Der neue Termin wurde auf den 16. Oktober 2017 angesetzt (act. B\n7/51). Auch dieser Termin wurde vom Beschwerdeführer kurzfristig abgesagt (act. B\n7/52). Mit „Einstellungsverfügung“ vom 24. Oktober 2017 verfügte die Staatsanwaltschaft,\nunter Verweis auf Art. 355 Abs. 2 i.V.m. Art. 319 Abs. 1 lit. d der schweizerischen\nStrafprozessordnung (StPO, SR 312.0), dass die Einsprache infolge unentschuldigter\nAbwesenheit als zurückgezogen zu betrachten und der Strafbefehl in Rechtskraft\nerwachsen sei (act. B 7/54). Die Zustellung der Einstellungsverfügung erfolgte am\n26. Oktober 2017 an RA E___ (act. B 10).\n\nB. Prozessverlauf vor dem Obergericht\n\n"}