Wer jemanden in anderer Weise (als durch üble Nachrede oder Verleumdung) durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angreift, wird, auf Antrag, mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen bestraft (Art. 177 Abs. 1 StGB; FRANZ RIKLIN, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, N. 1 zu Art. 177 StGB). Objektiv ist erforderlich, dass der Täter seine Verachtung des Betroffenen kundtut, ihn „dem Schimpf und der Schande preisgibt“ (ANDREAS DONATSCH, Strafrecht III, a.a.O., S. 412 ff.). Das negative Urteil muss den sittlich-menschlichen Wert des Angegriffenen betreffen (ANDREAS DONATSCH, Strafrecht III, a.a.O., S. 412 ff.).