Eine zusätzliche stündliche Arztvisite nach 14.00 Uhr hätte am Timing des CT und auch am Timing der Notoperation mit überwiegender Wahrscheinlichkeit etwas ändern können (act. v71, S. 3). Die entscheidenden Faktoren, die eine intrazerebrale Hämorrhagie in die Differentialdiagnose eines klinischen Zustandsbildes würde einbeziehen lassen, seien Erbrechen und Bewusstseinsstörungen. Falls dann, wie im vorliegenden Fall, die Laboruntersuchungen nicht weiterführen würden, insbesondere nicht auf einen Infekt hinweisen würden, sollte an eine interzerebrale Hämorrhagie gedacht werden. In der Praxis sei es jedoch häufig schwer, eine derartig klare Position zu beziehen.