Es ist also danach zu fragen, ob der diensthabende Arzt nach den allgemein anerkannten und gültigen Grundsätzen der medizinischen Wissenschaft bereits um die Mittagszeit herum hätte Verdacht auf den Beginn einer Hirnblutung schöpfen müssen. Mit dem Pflegebericht ist dokumentiert, dass die Patientin um 10.00 Uhr erbrochen und sich danach besser gefühlt hat. Ferner, dass sie um 12.30 Uhr erneut erbrochen hat (unverdaute Nahrung), sehr müde schien, klar sprach und weckbar war, aber schnell wieder einschlief (act. v1.1/6.74). Am Mittag wurde laut Formular „Fieberkurve“ ein Blutdruck von 140/90 gemessen (act. v1.1/6.72).