{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-23-12_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2024/OG-20240702-O1S-23-12-20241014.pdf", "Checksum": "d4f3793cf1f691a284bad921aafbe214"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O1S-23-12"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-23-12"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-23-12"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-23-12"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Kobler \nOberrichterinnen J. Lanker, M. Gasser Aebischer \nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser \nObergerichtsschreiberin B. Schittli \n \n \nVerfahren Nr. O1S 23 12 \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \nBerufungsklägerin / A., Aufenthalt z.Zt. im Gefängnis B., C. \nBeschuldigte  \nverteidigt durch: RA AA.  \n \n \nBerufungsbeklagte 1 / Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  \nAnklägerin  \nvertr\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nUrteil vom 2. Juli 2024\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident W. Kobler\nOberrichterinnen J. Lanker, M. Gasser Aebischer\nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser\nObergerichtsschreiberin B. Schittli\n\nVerfahren Nr. O1S 23 12\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungsklägerin / A., Aufenthalt z.Zt. im Gefängnis B., C.\nBeschuldigte\nverteidigt durch: RA AA.\n\nBerufungsbeklagte 1 / Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\nvertreten durch: Staatsanwalt D.\n\nBerufungsbeklagte 2 / E.\nPrivatklägerin 1\nvertreten durch: RA EE.\n\nBerufungsbeklagter 3 / F., c/o Dienst XX.\nPrivatkläger 2\n\nBerufungsbeklagter 4 / G., c/o Stadtpolizei R.\nPrivatkläger 3\nBerufungsbeklagter 5 / H., c/o Kantonspolizei L.\nPrivatkläger 4\n\nI., c/o Regionalpolizei X.,\nBerufungsbeklagter 6 /\nPrivatkläger 5\nJ., c/o Regionalpolizei X.\n\nBerufungsbeklagter 7 /\nPrivatkläger 6\n\nGegenstand Drohung, mehrfache Gewalt und Drohung gegen Behörden\nund Beamte, mehrfache Beschimpfung, Widerhandlung\ngegen das BetmG\nBerufung gegen das Urteil des Kantonsgerichts SA2 22 4 vom\n23. Mai 2023\n\nSeite 2\nAnträge\n\na) der Berufungsbeklagten 1 und Anklägerin:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. A. sei schuldig zu sprechen der Drohung (Art. 180 Abs. 1 StGB), der mehrfachen\nGewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 1 StGB), der\nmehrfachen Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) sowie der Widerhandlung gegen\ndas Betäubungsmittelgesetz (Art. 19a Ziff. 1 BetmG).\n\n2. Sie sei – unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft\nund unter Einbezug der zu widerrufenden Freiheitsstrafe (nachfolgend Ziff. 3) – zu\neiner Gesamtstrafe von 12 Monaten Freiheitsstrafe und zu einer Busse von\nCHF 500.00 (die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaftem Nichtbezahlen beträgt\n5 Tage) zu verurteilen.\n\n3. Die Freiheitsstrafe von 4 Monaten aus dem Urteil des Gerichtspräsidiums K. vom\n10. Mai 2022 sei zu widerrufen.\n\n4. Die Geldstrafe von 130 Tagessätzen zu CHF 30.00 aus dem Urteil des\nGerichtspräsidiums K. vom 31. Mai 2021 sei zu widerrufen.\n\n5. Es sei eine stationäre Massnahme i.S.v. Art. 59 StGB anzuordnen.\n\n6. Es sei die angeordnete Sicherheitshaft bis zur Rechtskraft des erstinstanzlichen\nUrteils zu verlängern.\n\n7. Das beschlagnahmte rote Victorinox-Messer (Lager-Nr. 2021/12; Fachstelle M.\nPolizeikommando L.) sei in Anwendung von Art. 69 StGB einzuziehen und zu\nvernichten. Es sei der beschlagnahmte Brief (vom 20. August 2022) nach\nrechtskräftigem Abschluss des Verfahrens der Beschuldigten auszuhändigen.\n\n8. Die Kosten des Untersuchungs- und erstinstanzlichen Verfahrens seien – unter\nBerücksichtigung einer Gebühr von CHF 500.00 für die Vertretung der\nStaatsanwaltschaft im Hauptverfahren – der Beschuldigten aufzuerlegen.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Die Berufung sei abzuweisen.\n\n2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, unter Berücksichtigung einer Gebühr der\nStaatsanwaltschaft für die Vertretung der Anklage im Berufungsverfahren von\nCHF 800.00, seien A. aufzuerlegen.\n\nb) der Berufungsklägerin und Beschuldigten:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. Die Beschuldigte sei vom Vorwurf der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen\nBehörden und Beamte freizusprechen (Anklageziffern 1.2 und 1.3).\n\n2. Die Beschuldigte sei wegen Drohung, Hinderung einer Amtshandlung sowie\nmehrfacher Beschimpfung und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz\n\nSeite 3\nunter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft zu einer\nangemessenen bedingten Geldstrafe sowie einer Busse zu verurteilen\n(Anklageziffern 1.1, 1.2, 1.3 und 1.4).\n\n3. Auf den Widerruf der Freiheitsstrafe von 4 Monaten aus dem Urteil des\nGerichtspräsidiums K. vom 10. Mai 2022 sowie der Geldstrafe von 130 Tagessätzen\nzu CHF 30.00 aus dem Urteil des Gerichtspräsidiums K. vom 31. Mai 2021 sei zu\nverzichten.\n\n4. Der Beschuldigten sei eine angemessene Genugtuung von CHF 40'000.00\nzuzusprechen.\n\n5. Allfällige Zivilklagen seien auf den Zivilweg zu verweisen, sofern darauf eingetreten\nwerden kann.\n\n6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates zzgl. 7.7% MWST.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. In Gutheissung der Berufung seien die Dispositiv-Ziffern 1 bis 7 des Urteils des\nKantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden, 2. Abteilung, vom 23. Mai 2023 im\nVerfahren SA2 22 4 aufzuheben und wie folgt neu zu fassen:\n\n1.\nDie Beschuldigte wird von den Vorwürfen der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen\nBehörden und Beamte in Anklageziffern 1.2 und 1.3 freigesprochen.\n\n"}