{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-22-28_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2023/OG-20230606-O1S-22-28-20230815.pdf", "Checksum": "7b6f4d1e2d802e3948c02b3e1ce9e2b5"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["O1S-22-28"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-22-28"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-22-28"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-22-28"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Kobler \nOberrichterin J. Lanker \nOberrichter B. Oberholzer, H.P. Blaser, R. Breu  \nObergerichtsschreiberin M. Epprecht \n \n \nVerfahren Nr. O1S 22 28 \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \nBerufungskläger A. \nBeschuldigter  \namtlich verteidigt durch: RA AA.  \n \n \nBerufungsbeklagte 1  Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  \nAnklägerin  \nvertreten durch: Staatsanwältin B. \n \n \nBerufungsbeklagt\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nUrteil vom 6. Juni 2023\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident W. Kobler\nOberrichterin J. Lanker\nOberrichter B. Oberholzer, H.P. Blaser, R. Breu\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O1S 22 28\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungskläger A.\nBeschuldigter\namtlich verteidigt durch: RA AA.\n\nBerufungsbeklagte 1 Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\nvertreten durch: Staatsanwältin B.\n\nBerufungsbeklagter 2 C.\nPrivatkläger 1\n\nBerufungsbeklagter 3 D.\nPrivatkläger 2\nvertreten durch: RA DD.\nGegenstand mehrfache sexuelle Handlungen mit Kindern, mehrfache\nversuchte sexuelle Handlungen mit Kindern, mehrfache\nversuchte sexuelle Handlungen mit Minderjährigen gegen\nEntgelt etc.\nBerufung gegen das Urteil des Kantonsgerichts SA3 22 5 vom\n9. September 2022\n\nSeite 2\nAnträge\n\na) der Staatsanwaltschaft und Berufungsbeklagten 1:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. A. sei schuldig zu sprechen\n der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1\nStGB;\n der mehrfachen, teils (versuchten) sexuellen Handlungen mit Minderjährigen\ngegen Entgelt gemäss Art. 196 StGB (teilweise i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB);\n der mehrfachen Pornografie gemäss Art. 197 Abs. 1, 4 und 5 StGB;\n des mehrfachen Verabreichens gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder\ngemäss Art. 136 StGB;\n der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss\nArt. 19bis BetmG und Art. 19a Ziff. 1 BetmG;\n des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung (Überlassen eines Fahrzeugs an\neine Person ohne erforderlichen Ausweis) gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. e SVG;\n der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz gemäss Art. 33\nAbs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 33 Abs. 2 WG und Art. 34 lit. d WG.\n\n2. Er sei – unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 152 Tagen sowie\ndes vorzeitigen Strafvollzugs – zu einer Freiheitsstrafe von 6 ½ Jahren zu verurteilen.\nEr sei zudem zu einer unbedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je CHF 30.00\nund zu einer Busse von CHF 1'000.00 zu verurteilen. Bei schuldhafter Nichtbezahlung\nder Busse beträgt die Ersatzfreiheitsstrafe 10 Tage.\n\n3. Es sei eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB anzuordnen.\n\n4. Dem Beschuldigten sei im Sinne von Art. 67b StGB für die Dauer von 5 Jahren zu\nverbieten, mit unter 16-jährigen Knaben direkt oder über Drittpersonen Kontakt aufzunehmen, namentlich auf telefonischem, schriftlichem oder elektronischem Weg, sie\nzu beherbergen, zu beaufsichtigen, zu pflegen oder in anderer Weise mit ihnen zu\nverkehren.\n\n5. Dem Beschuldigten sei im Sinne von Art. 67 StGB lebenslänglich jede berufliche und\njede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, zu verbieten.\n\n6. Die mit Verfügung vom 24. November 2021 beschlagnahmten Gegenstände seien in\nAnwendung von Art. 69 bzw. Art. 197 Abs. 6 StGB einzuziehen und zu vernichten.\n\n7. Die Verfahrenskosten (Untersuchungskosten, Gerichtsgebühren), inklusive den\nKosten für die Vertretung der Anklage an Schranken durch die Staatsanwaltschaft im\nBetrag von CHF 1'000.00, sowie die Kosten für die Opfervertretungen seien dem\nBeschuldigten aufzuerlegen.\n\nan Schranken:\n\n1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen und der erstinstanzliche Entscheid vom\n9. September 2022 zu bestätigen.\n\nSeite 3\n2. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien – unter Berücksichtigung einer Gebühr\nder Staatsanwaltschaft für die Vertretung der Anklage von CHF 500.00 – dem\nBeschuldigten aufzuerlegen.\n\nb) des Beschuldigten und Berufungsklägers:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. Der Beschuldigte sei hinsichtlich\n\n"}