{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-22-19_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2023/OG-20230328-O1S-22-19-20230711.pdf", "Checksum": "463a37147156ee824a166fc8eb11fb1c"}, "Scrapedate": "2025-10-28", "Num": ["O1S-22-19"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-22-19"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-22-19"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-22-19"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Hüsser \nOberrichterin S. Rohner-Staubli \nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, R. Breu \nObergerichtsschreiberin B. Schittli \n \n \nVerfahren Nr. O1S 22 19 \n \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \n \nBerufungsklägerin /  Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden \nAnklägerin  \nvertreten durch: Staatsanwalt AA. \n \n \n \nBerufungsbeklagte /  B. \nBeschuldigte  \n \n \n \nGegenstand Widerhandlung gegen\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nUrteil vom 28. März 2023\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident M. Hüsser\nOberrichterin S. Rohner-Staubli\nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, R. Breu\nObergerichtsschreiberin B. Schittli\n\nVerfahren Nr. O1S 22 19\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungsklägerin / Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\nvertreten durch: Staatsanwalt AA.\n\nBerufungsbeklagte / B.\nBeschuldigte\n\nGegenstand Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz\nBerufung gegen das Urteil des Einzelrichters des\nKantonsgerichts SE1 20 16 vom 25. Februar 2022\nAnträge\n\na) der Staatsanwaltschaft und Berufungsklägerin:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. B. (Beschuldigte) sei wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln, begangen am\n29. September 2019, um 08:42 Uhr, zu einer Busse von CHF 250.00 zu verurteilen.\nDie Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaftem Nichtbezahlen soll 3 Tage betragen.\n\n2. Die Beschuldigte habe folgende Beträge zu bezahlen:\n- Busse CHF 250.00\n- Gebühren CHF 110.00\n- Auslagen (Polizeikosten etc.) CHF 80.00\n- Telefon/Porto/Diverses CHF 10.00\n- Überweisungsverfügung CHF 300.00\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Das Urteil des Kantonsgerichts vom 25. Februar 2022 sei aufzuheben.\n\n2. Die Beschuldigte sei wegen Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz\n(Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts um rechtlich relevante\n13 km/h) schuldig zu sprechen und mit einer Ordnungsbusse von CHF 250.00 zu\nbestrafen.\n\n3. Die Kosten des gesamten Verfahrens seien - unter Einbezug einer Gebühr der\nStaatsanwaltschaft von CHF 400.00 für das Berufungsverfahren - der Beschuldigten\naufzuerlegen.\n\nb) der Beschuldigten und Berufungsbeklagten:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n(sinngemäss) Die Beschuldigte sei freizusprechen.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n(sinngemäss) Die Beschuldigte sei freizusprechen.\n\nSeite 2\nSachverhalt\n\nA. Am 29. September 2019, um 08:42 Uhr, wurde in C. das Motorfahrzeug D. einer\nGeschwindigkeitskontrolle unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass die zulässige\nHöchstgeschwindigkeit von 50 km/h um rechtlich relevante 13 km/h überschritten wurde.\nMit Übertretungsanzeige vom 10. Oktober 2019 stellte die Kantonspolizei Appenzell\nAusserrhoden B. (Beschuldigte und Berufungsbeklagte, nachfolgend Beschuldigte) eine\nOrdnungsbusse von CHF 250.00 in Rechnung (act. B 3/1.4). Die Zahlungsfrist betrug\n30 Tage. Am 21. November 2019 erging eine Zahlungserinnerung (act. B 3/1.5).\n\nB. Da die Ordnungsbusse unbezahlt blieb, erfolgte am 30. Januar 2020 der Anzeigerapport\nan die Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden. Die Staatsanwaltschaft und\nBerufungsklägerin (nachfolgend Staatsanwaltschaft) sprach die Beschuldigte mit\nStrafbefehl vom 6. Februar 2020 wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne\nvon Art. 90 Abs. 1 SVG schuldig und bestrafte sie mit einer Busse von CHF 250.00. Zudem\nwurden ihr Verfahrenskosten von CHF 190.00 auferlegt (act. B 3/2.1).\n\nC. Dagegen erhob die Beschuldigte am 17. Februar 2020 Einsprache (act. B 3/2.3). Die\nStaatsanwaltschaft hielt an ihrem Strafbefehl fest und überwies die Sache am 6. November\n2020 an den Einzelrichter des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden zur Beurteilung\n(act. B 3/3).\n\nD. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2020 teilte der Einzelrichter den Parteien mit, dass\naufgrund ungewisser Entwicklung der Pandemie-Lage mit der Ansetzung des\nVerhandlungstermins zugewartet werde (act. B 3/4). Mit Schreiben vom 18. Juni 2021\nersuchte der Einzelrichter die in Deutschland wohnhafte Beschuldigte um Bekanntgabe\nihres Schweizer Zustellungsdomizils bis spätestens 1. August 2021 (act. B 3/5). Eine\nAntwort blieb aus. Mit Vorladung vom 12. August 2021 wurde die Beschuldigte zur\nHauptverhandlung am 9. November 2021 vorgeladen (act. B 3/6). Die Vorladung konnte\nder Beschuldigten rechtshilfeweise am 12. Oktober 2021 zugestellt werden (act. B 3/7 und\nB 3/10). Die Bescheinigung der erfolgreichen Zustellung der Vorladung ging erst am\n6. Dezember 2021 beim Kantonsgericht ein (act. B 3/10), weswegen die Hauptverhandlung\nvom 9. November 2021 zuvor abzitiert werden musste (act. B 3/8). Mit Vorladung vom\n9. Dezember 2021 wurde die Beschuldigte für die Hauptverhandlung am 14. Januar 2022\nvorgeladen (act. B 3/11). Die Vorladung wurde im Amtsblatt publiziert (act. B 3/12). Sie ist\nunentschuldigt nicht zur Hauptverhandlung erschienen (act. B 3/13). Mit Vorladung vom\n20. Januar 2022 wurde die Beschuldigte erneut für die Hauptverhandlung vom 25. Februar\n2022 im Abwesenheitsverfahren vorgeladen (act. B 3/14). Auch diese Vorladung wurde im\n\n"}