{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-20-13_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2021/OG-20210504-O1S-20-13-20210630.pdf", "Checksum": "7fdfc18b1c560bbb7002cefc7f717685"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O1S-20-13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-20-13"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-20-13"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-20-13"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Zingg \nOberrichterin S. Rohner \nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, R. Breu \nObergerichtsschreiberin B. Schittli \n \n \nVerfahren Nr. O1S 20 13 \n \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \n \nBerufungskläger A. \nBeschuldigter  \nverteidigt durch: RA Dr. iur. B. \n \n \n \n \nBerufungsbeklagte Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden   \nAnklägerin  \n \n \n \nGegenstand Geschwindigkeitsüberschreitung \nBer\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nBeschluss vom 4. Mai 2021\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichterin S. Rohner\nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, R. Breu\nObergerichtsschreiberin B. Schittli\n\nVerfahren Nr. O1S 20 13\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungskläger A.\nBeschuldigter\nverteidigt durch: RA Dr. iur. B.\n\nBerufungsbeklagte Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\n\nGegenstand Geschwindigkeitsüberschreitung\nBerufung gegen das Urteil der Einzelrichterin des Kantonsgerichts SE2 20 7 vom 22. Oktober 2020\nAnträge\n\na) der Staatsanwaltschaft und Berufungsbeklagten:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. A. sei wegen grober Verkehrsregelverletzung, begangen am 17. Mai 2015, 11:54\nUhr, zu bestrafen.\n\n2. Das Verfahren wegen einfacher Verkehrsregelverletzung, begangen am 17. Mai\n2015, 11:49 Uhr, sei zufolge Verjährung definitiv einzustellen.\n\n3. Der Beschuldigte sei zu einer bedingten Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu je\nCHF 130.00, unter der Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren, und zu einer Busse\nvon CHF 4'360.00 (die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaftem Nichtbezahlen beträgt\n44 Tage) zu verurteilen.\n\n4. Die Strafe sei wegen übermässiger Verfahrensdauer nach Möglichkeit angemessen\nzu kürzen.\n\n5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschuldigten.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n(kein Antrag)\n\nb) des Beschuldigten und Berufungsklägers:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. Der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe freizusprechen.\n\n2. Eventualiter sei die Strafe auf null herabzusetzen.\n\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe freizusprechen.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates.\n\nSeite 2\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\n\nA. wird vorgeworfen, am 17. Mai 2015, um 11:54 Uhr, in Urnäsch, Schwägalpstrasse,\nim Bereich Chräzeren, die zulässige Höchstgeschwindigkeit ausserorts nach Abzug\nder gesetzlich vorgeschriebenen Toleranz um rechtlich relevante 59 km/h und um\n11:49 Uhr um rechtlich relevante 11 km/h überschritten zu haben (act. B 3/24).\n\nDas Motorrad mit dem Kontrollschild SG X-U sei auf die R. AG eingelöst. Diese habe\nam 17. Mai 2015 auf der Schwägalp, Urnäsch, BMW-Testtage durchgeführt. Daran\nhabe auch A. teilgenommen. Gemäss Teilnehmerliste sei dieser mit dem Motorrad,\nKontrollschild SG Y-U und nicht mit dem Kontrollschild SG X-U gefahren. F.,\nMitarbeiter der R. AG, habe plausibel erläutert, dass das Kontrollschild SG Y-U mit\ndem Kontrollschild SG X-U vertauscht worden sei. Mit anderen Worten sei nicht das\nSchild SG Y-U mitgenommen worden, sondern das SG X-U (act. B 3/24.2\nSchlussbericht S. 1). Zudem habe F. mit Sicherheit sagen können, dass der Lenker,\nder von der Polizei angehalten worden sei, mit der K1300R unterwegs gewesen sei\n(act. B 3/24.2 Schlussbericht S. 1).\n\nB. Prozessgeschichte vor der Staatsanwaltschaft und der Einzelrichterin des Kantonsgerichts\n\nDie Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden erliess am 3. November 2015 einen\nStrafbefehl, in welchem sie A. wegen einfacher und grober Verkehrsregelverletzung zu\neiner bedingten Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu je CHF 130.00, unter Ansetzung\neiner Probezeit von 2 Jahren und zu einer Busse von CHF 4'360.00 verurteilte (act. B\n3/10). Dagegen liess der Beschuldigte am 11. November 2015 Einsprache erheben (act.\nB 3/11). Am 25. Januar 2016 wurde der Beschuldigte zur Einvernahme vom 18. Februar\n2016 vorgeladen (act. B 3/12 und B 3/13). Die Staatsanwaltschaft ersuchte die\nKantonspolizei Appenzell Ausserrhoden am 25. Februar 2016 um Durchführung weiterer\nErmittlungen, insbesondere um Erstellung eines Polizeiberichts und Vornahme einer\nHausdurchsuchung beim Beschuldigten (act. B 3/14). Das Untersuchungsamt Gossau\n(SG) wurde zu diesem Zweck von der Staatsanwaltschaft am 16. März 2016 um rechtshilfeweise Durchführung der Hausdurchsuchung beim Beschuldigten ersucht (act. B\n3/16). Die Hausdurchsuchung fand am 23. März 2016 statt (act. B 3/20.4). Anlässlich\n\n"}