{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-19-7_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2019/OG-20190903-O1S-19-7-20200408.pdf", "Checksum": "2838ca52770635f49f5cd846016efbc5"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O1S-19-7"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-19-7"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-19-7"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-19-7"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Zingg \nOberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer \nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser \nObergerichtsschreiberin B. Schittli \n \n \nVerfahren Nr. O1S 19 7 \n \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \n \nBerufungskläger A___ \nPrivatkläger  \n \n \nBerufungsbeklagte Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  \nAnklägerin vertreten durch: Staatsanwältin  \n \n \n \nBerufungsbeklagter B___\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nUrteil vom 3. September 2019\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer\nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser\nObergerichtsschreiberin B. Schittli\n\nVerfahren Nr. O1S 19 7\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungskläger A___\nPrivatkläger\n\nBerufungsbeklagte Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin vertreten durch: Staatsanwältin\n\nBerufungsbeklagter B___\nBeschuldigter\n\nGegenstand Kostenverlegung (mehrfaches unbefugtes Aufnehmen von\nGesprächen)\nBerufung gegen das Urteil des Einzelrichters des Kantonsgerichts, SE3 18 15 vom 11. Februar 2019\nAnträge\n\na) der Staatsanwaltschaft und Berufungsbeklagten:\n\nvor dem Einzelrichter des Kantonsgerichts:\n\n1. Der Beschuldigte sei des mehrfachen unbefugten Aufnehmens von Gesprächen,\nbegangen am 30. Mai 2016 und 21. November 2016, i.S.v. Art. 179ter Abs. 1 StGB\nschuldig zu sprechen.\n\n2. Der Beschuldigte sei zu verurteilen zu einer bedingten Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je CHF 180.00, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren.\n\n3. Der Beschuldigte sei im Weiteren zu einer Busse von CHF 400.00 zu verurteilen,\nbei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von vier Tagen.\n\n4. Es sei über die Zivilforderung(en) des Privatklägers zu befinden.\n\n5. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus den Untersuchungskosten gemäss\nseparatem Kostenverzeichnis im Anhang, der Gebühr für die Anklageschrift sowie\nden Kosten des Gerichtsverfahrens seien dem Beschuldigten zu überbinden.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n(kein Antrag)\n\nb) des Privatklägers und Berufungsklägers:\n\nvor dem Einzelrichter des Kantonsgerichts (sinngemäss):\n\n1. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, eine Genugtuung in der Höhe von\nCHF 1'000.00 zu bezahlen.\n\n2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschuldigten.\n\nim Berufungsverfahren:\n\nin der Berufungserklärung:\n\n1. Das Urteil der Vorinstanz sei im Kosten- und Entschädigungspunkt aufzuheben.\n\n2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien unter Beizug und Kenntnisnahme der\nAkten neu zu beurteilen und das Urteil entsprechend zu revidieren.\n\n3. Unter o/e Kostenfolge.\n\nin der Berufungsbegründung:\n\n1. Das Urteil vom 11. Februar 2019 des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden\n(Verfahren Nr. SE3 18 15) sei im Kosten- und Entschädigungspunkt aufzuheben\nund neu festzulegen.\n\nSeite 2\n2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen für den Sachverhaltskomplex vom\n21. November 2016 seien angemessen zu erhöhen, diejenigen für den\nSachverhaltskomplex vom 30. Mai 2016 angemessen zu senken.\n\n3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsbeklagten.\n\nc) des Beschuldigten und Berufungsbeklagten:\n\nvor dem Einzelrichter des Kantonsgerichts (sinngemäss):\n\nDer Beschuldigte sei freizusprechen.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Die Berufung von A___ ist abzulehnen / abzuweisen.\n\n2. Das Urteil vom 11. Februar 2019 des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden sei\n[im] Kosten- und Entschädigungspunkt zu bestätigen (Verfügung vom 30. April 2019\n- O1S 19 5).\n\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\n\nB___ (= Beschuldigter und Berufungsbeklagter, nachfolgend Berufungsbeklagter) und A___ (=\nPrivatkläger und Berufungskläger, nachfolgend Berufungskläger) sind Mitglieder der\nFlurgenossenschaft X___, Y___. Am 30. Mai 2016 fand eine Einspracheverhandlung der\nFlurgenossenschaft statt, an welcher beide Personen teilnahmen. Der Berufungsbeklagte nahm\ndas Gespräch mit einem Diktiergerät auf. Am 21. November 2016 fand zudem eine\nausserordentliche Versammlung der Flurgenossenschaft X___ im Restaurant L___ in Y___\nstatt. Der Berufungsbeklagte gestand zunächst, die Versammlung aufgenommen zu haben,\nwiderrief jedoch sein Geständnis nach Eröffnung des Strafbefehls.\n\nB. Prozessgeschichte (Staatsanwaltschaft und Einzelrichter Kantonsgericht)\n\nAm 6. Februar 2017 stellte der Berufungskläger mit einem als Strafanzeige betitelten Schreiben\nStrafantrag betreffend die Aufnahme der Versammlung vom 21. November 2016 (B 3/5). Die\nStaatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden erliess am 13. Juni 2017 einen Strafbefehl (B\n3/13). B___ erhob mit Schreiben vom 16. Juni 2017 dagegen Einsprache (B 3/14). Nach\n\n"}