{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-18-6_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2019/OG-20190305-O1S-18-6-20190923.pdf", "Checksum": "cfbdb00641d9ad41e144eec4a04f1192"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O1S-18-6"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-18-6"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-18-6"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-18-6"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Kobler \nOberrichterin S. Rohner \nOberrichter B. Oberholzer, H.P. Blaser, H. Zingg \nObergerichtsschreiberin B. Widmer \n \n \n \nVerfahren Nr. O1S 18 6 \n \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \n \nBerufungskläger A___ \nBeschuldigter  \nverteidigt durch: RA AA___ \n \n \n \nBerufungsbeklagte Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  \nAnklägerin  \nvertreten durch: StA B___, Schützenstrasse 1A, 9100 Her\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nUrteil vom 5. März 2019\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichterin S. Rohner\nOberrichter B. Oberholzer, H.P. Blaser, H. Zingg\nObergerichtsschreiberin B. Widmer\n\nVerfahren Nr. O1S 18 6\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungskläger A___\nBeschuldigter\nverteidigt durch: RA AA___\n\nBerufungsbeklagte Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\nvertreten durch: StA B___, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nGegenstand Strafmass (Missachtung der zulässigen\nHöchstgeschwindigkeit)\nBerufung gegen das Urteil des Einzelrichters des\nKantonsgerichts SE3 18 6 vom 5. Juni 2018\nAnträge\n\na) der Staatsanwaltschaft und Berufungsbeklagten:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren (sinngemäss):\n\n1. A___ sei wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln (Missachtung der\nHöchstgeschwindigkeit ausserorts), begangen am 28. Oktober 2017, zu einer\nbedingten Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu je CHF 260.00, unter Ansetzung\neiner Probezeit von 2 Jahren, und zu einer Busse von CHF 8‘300.00 (bei\nschuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 32 Tagen) zu\nverurteilen).\n\n2. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n(Kein Antrag)\n\nb) Beschuldigter und Berufungskläger:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren (sinngemäss):\n\nDer Beschuldigte sei zu einer bedingten Geldstrafe von 110 Tagessätzen und einer\nVerbindungsbusse von CHF 5‘720.00 zu verurteilen.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Das Urteil des Einzelrichters des Kantonsgerichts vom 5. Juni 2018 sei aufzuheben\nund der Beschuldigte sei mit einer bedingten Geldstrafe von höchstens 70\nTagessätzen à CHF 190.00 und einer unbedingten Verbindungsbusse von\nhöchstens CHF 2‘660.00 zu bestrafen.\n\n2. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien dem Staat aufzuerlegen und der\nBerufungskläger sei für das Berufungsverfahren zu entschädigen.\n\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\nAnlässlich einer Geschwindigkeitskontrolle in Urnäsch, Schwägalpstrasse, Schwizeren,\nwurde am 28. Oktober 2017, 15.19 Uhr, festgestellt, dass A___ seinen Personenwagen\nLOTUS GB mit dem Kontrollschild SG --- statt mit der ausserorts zulässigen\nHöchstgeschwindigkeit von 80 km/h mit einer Geschwindigkeit von 140 km/h lenkte.\nDamit überschritt er die zulässige Höchstgeschwindigkeit um rechtlich relevante 56 km/h\n(act. B 4/1+2).\n\nSeite 2\nB. Prozessgeschichte vor Kantonsgericht\nAm 28. Oktober 2017 wurde A___ im Auftrag der Staatsanwaltschaft Appenzell\nAusserrhoden durch die Kantonspolizei St. Gallen einvernommen (act B 5; B4/4b). Er\nwurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden vom 23. Januar\n2018 (U 17 1739) der groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig gesprochen und mit\neiner bedingten Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu je CHF 260.00, unter der Ansetzung\neiner Probezeit von 2 Jahren, und mit einer Busse von CHF 8'300.00\n(Ersatzfreiheitsstrafe: 32 Tage) bestraft (act. B 4/6). Gegen diesen Strafbefehl liess A___\nmit Schreiben seines Verteidigers vom 25. Januar 2018 rechtzeitig Einsprache erheben\n(act. B 4/7a). Am 12. Februar 2018 reichte RA AA___ eine Stellungnahme ein (act. B\n4/13). Die Staatsanwaltschaft überwies den Strafbefehl am 4. April 2018 zur Beurteilung\nan das Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden (act. B 4/17). Auf die Durchführung einer\nmündlichen Verhandlung wurde mit Einverständnis der Parteien verzichtet (act. B 4/18A).\nAm 5. Mai 2018 reichte A___ das Formular „Erklärung über die finanziellen Verhältnisse“\nbeim Kantonsgericht ein (act. B 4/19A-21). Das Urteil des Einzelrichters des\nKantonsgerichts vom 5. Juni 2018 wurde am 7. Juni 2018 im Dispositiv versandt (act. B\n4/22). Mit Schreiben von RA AA___ vom 15. Juni 2018 liess A___ gegen diesen\nEntscheid rechtzeitig die Berufung anmelden (act. B 4/25A).\n\nC. Urteil des Vorderrichters\nMit Urteil des Einzelrichters des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden vom 5. Juni\n2018 (SE3 18 6) wurde der Beschuldigte der groben Verletzung der Verkehrsregeln nach\nArt. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a VRV\nschuldig gesprochen. Er wurde zu einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu je CHF\n260.00, entsprechend CHF 41‘600.00, verurteilt. Der Vollzug der Geldstrafe wurde\nbedingt aufgeschoben, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. Der Beschuldigte\nwurde zudem verurteilt zu einer Busse von CHF 8‘300.00, bei schuldhaftem\nNichtbezahlen ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 32 Tagen. Die Verfahrenskosten\nvon insgesamt CHF 1‘140.00 wurden dem Beschuldigten auferlegt, eine Entschädigung\nwurde ihm nicht zugesprochen.\n\n"}