{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-18-2_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2019/OG-20190402-O1S-18-2-20190926.pdf", "Checksum": "f9c5f4bdbf4e0af443f370c5541bf1f1"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O1S-18-2"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-18-2"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-18-2"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-18-2"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Kobler \nOberrichterin S. Rohner \nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, C. Wild  \nObergerichtsschreiberin M. Epprecht \n \n \nVerfahren Nr. O1S 18 2 \n \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \n \nBerufungsklägerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  \nAnklägerin  \nvertreten durch: StA A___, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau \n \n   \nBerufungsbeklagter B___ \nBeschuldigter  \nverteidigt durch: R\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nUrteil vom 2. April 2019\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichterin S. Rohner\nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, C. Wild\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O1S 18 2\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungsklägerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\nvertreten durch: StA A___, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nBerufungsbeklagter B___\nBeschuldigter\nverteidigt durch: RA BB___\n\nGegenstand Geschwindigkeitsüberschreitung\nBerufung gegen das Urteil des Einzelrichters des\nKantonsgerichts SE3 17 10 vom 12. Februar 2018\nAnträge\n\na) der Staatsanwaltschaft und Berufungsklägerin:\n\naa) im erstinstanzlichen Verfahren (sinngemäss entsprechend dem Strafbefehl):\n\n1. Der Beschuldigte B___ sei wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln, begangen\nam 30. Mai 2017, zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF\n1‘200.00, unter der Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren, und zu einer Busse\nvon CHF 7‘200.00 (bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise zu einer\nFreiheitsstrafe von 72 Tagen) zu verurteilen.\n\n2. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen.\n\nbb) im Berufungsverfahren:\n\n1. Das Urteil des Kantonsgerichts vom 12. Februar 2018 im Strafverfahren gegen den\nBeschuldigten sei in allen Punkten aufzuheben.\n\n2. Der Beschuldigte sei wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln schuldig zu\nsprechen und mit einer bedingten Geldstrafe und einer Busse angemessen zu\nbestrafen.\n\n3. Unter Kostenfolge zulasten des Beschuldigten.\n\nb) des Beschuldigten und Berufungsbeklagten:\n\naa) im erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. Es sei der Angeklagte vom Vorwurf der groben Verkehrsregelverletzung\n(Missachtung Innerortshöchstgeschwindigkeit) freizusprechen;\n\n2. Eventualiter sei der Angeklagte der einfachen Verkehrsregelverletzung\n(Missachtung Innerortshöchstgeschwindigkeit) schuldig zu sprechen und dafür\nangemessen zu bestrafen.\n\n3. Subeventualiter sei der Vorwurf der groben Verkehrsregelverletzung zu bestätigen,\ndas Strafmass sei jedoch gegenüber dem Strafbefehl markant zu reduzieren.\n\nUnter der gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nbb) im Berufungsverfahren:\n\nEs sei die Berufung unter Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils unter Kosten- und\nEntschädigungsfolge abzuweisen.\n\nSeite 2\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\nB___ wird vorgeworfen, am 30. Mai 2017, 14:14 Uhr, in Wald AR, Wäldlerstrasse,\nFahrtrichtung Heiden, den Personenwagen Mini Cooper mit dem Kontrollschild AR\nXXXXX mit einer Geschwindigkeit von 81 km/h gelenkt und damit die innerorts zulässige\nHöchstgeschwindigkeit um rechtlich relevante 28 km/h überschritten zu haben.\n\nB. Prozessgeschichte\nAm 22. Juni 2017 fand eine Einvernahme von B___ durch die Kantonspolizei Appenzell\nAusserrhoden statt (act. B 3/3). Mit Strafbefehl vom 22. August 2017 wurde B___ wegen\ngrober Verletzung der Verkehrsregeln zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen\nzu je CHF 1‘200.00, unter der Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren, und zu einer\nBusse von CHF 7‘200.00 (die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaftem Nichtbezahlen\nbeträgt 72 Tage) verurteilt (act. B 3/7). B___ liess mit Schreiben seines Verteidigers vom\n30. August 2017 rechtzeitig Einsprache gegen den Strafbefehl vom 22. August 2017\nerheben (act. B 3/8). Am 6. Dezember 2017 überwies die Staatsanwaltschaft das\nVerfahren zur Beurteilung an das Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden (act. B 3/20).\nDie Vorladung zur Hauptverhandlung wurde am 15. Dezember 2017 versandt (act. B\n3/21). Mit Schreiben vom 20. Dezember 2017 liess B___ beantragen, die genauen\nUmstände der Um- und Neusignalisation erheben zu lassen (act. B 3/22A). Am 3. Januar\n2018 reichte B___ das Formular \"Erklärung über die finanziellen Verhältnisse\" beim\nKantonsgericht ein (act. B 3/23). Die Hauptverhandlung fand am 12. Februar 2018 statt.\nDas Urteil wurde B___ im Anschluss an die Hauptverhandlung mündlich eröffnet und\nbegründet (act. B 3/24). Das Dispositiv wurde am 15. Februar 2018 versandt (act. B 3/29).\nDie Staatsanwaltschaft meldete am 19. Februar 2018 rechtzeitig die Berufung an (act. B\n3/31).\n\nC. Erstinstanzliches Urteil\nMit Urteil des Einzelrichters des Kantonsgerichts vom 12. Februar 2018 (SE3 17 10)\nwurde B___ der einfachen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1\ni.V.m. Art. 27 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 2 SVG schuldig gesprochen. Er wurde zu einer\nBusse von CHF 5‘000.00 verurteilt, bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise zu einer\nFreiheitsstrafe von 5 Tagen. Die Verfahrenskosten von total CHF 1‘000.00 wurden B___\nauferlegt.\n\n"}