{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-18-1_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2018/OG-20181022-O1S-18-1-20190103.pdf", "Checksum": "5b80d52010d9041bfdcc5a1d1f398794"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O1S-18-1"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-18-1"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-18-1"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-18-1"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Rohner Oberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, H. Zingg Obergerichtsschreiberin B. Schittli   \nVerfahren Nr. O1S 18 1    \nSitzungsort Trogen    \nBerufungsklägerin A___  verteidigt durch: RA AA___   \n Berufungsbeklagte Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden   \n vertreten durch: StA B___, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau  \n   Gegenstand Widerhandlung geg\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nUrteil vom 22. Oktober 2018\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichterin S. Rohner\nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, H. Zingg\nObergerichtsschreiberin B. Schittli\n\nVerfahren Nr. O1S 18 1\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungsklägerin A___\n\nverteidigt durch: RA AA___\n\nBerufungsbeklagte Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\n\nvertreten durch: StA B___, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nGegenstand Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz\nBerufung gegen das Urteil des Einzelrichters des\nKantonsgerichts SE1 17 9 vom 26. Januar 2018\nAnträge\n\na) der Staatsanwaltschaft und Berufungsbeklagten:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. A___ sei wegen Nichtanpassens der Geschwindigkeit an die gegebenen\nStrassenverhältnisse, begangen am 17. Januar 2016, schuldig zu sprechen.\n\n2. Sie sei zu einer Busse von CHF 300.00 zu verurteilen.\n\n3. Es sei über die Verfahrenskosten und Entschädigungsfolgen zu entscheiden.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n(sinngemäss) Die Berufung sei abzuweisen.\n\nb) der Beschuldigten und Berufungsklägerin:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. Das Strafverfahren gegen die Beschuldigte wegen Nichtanpassens der\nGeschwindigkeit an die gegebenen Strassenverhältnisse (Ereignis vom 17. Januar\n2016) sei einzustellen.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Die Ziffern 1 und 2 des Dispositivs des Urteils des Einzelrichters des\nKantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden vom 26. Januar 2018 seien aufzuheben\nund A___ sei vom Vorwurf der einfachen Widerhandlung gegen das\nStrassenverkehrsgesetz gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 32 Abs. 1 SVG und\nArt. 4 Abs. 1 VRV (begangen am 17. Januar 2016) freizusprechen.\n\n2. Ziffer 3 des Dispositivs des Urteils des Einzelrichters des Kantonsgerichts Appenzell\nAusserrhoden vom 26. Januar 2018 sei aufzuheben und die Verfahrenskosten von\nCHF 900.00 seien dem Staat aufzuerlegen.\n\n3. Ziffer 4 des Dispositivs des Urteils des Einzelrichters des Kantonsgerichts Appenzell\nAusserrhoden vom 26. Januar 2018 sei aufzuheben und der Beschuldigten sei eine\nParteientschädigung von CHF 2‘346.85 zuzusprechen;\n\nunter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nSeite 2\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\nIn der Anklageschrift wird der Beschuldigten A___ vorgeworfen, am 17. Januar 2016 die\nGeschwindigkeit ihres Motorfahrzeuges auf der Geisshaldenstrasse, Waldstatt, Richtung\nGeisshalden, nicht der Strassenführung (unübersichtliche Linkskurve) und den\nStrassenverhältnissen (schneebedeckte Fahrbahn) angepasst zu haben. Als ihr ein\nFahrzeug entgegengekommen sei, habe sie ihren Wagen nicht innerhalb der Hälfte der\nüberblickbaren Strecke anhalten können und es sei deshalb zur Kollision gekommen (act.\nB 4/16 und 17).\n\nB. Prozessgeschichte vor dem Einzelrichter des Kantonsgerichts\n\nMit Strafbefehl vom 18. Oktober 2016 erliess die Staatsanwaltschaft gegen die\nBeschuldigte einen Strafbefehl (act. B 4/5). Dagegen erhob diese am 21. Oktober 2016\nEinsprache (act. B 4/7). Am 13. September 2017 teilte die Staatsanwaltschaft A___ mit,\ndass vorgesehen sei, das Verfahren mittels Anklageerhebung an das Kantonsgericht\nAppenzell Ausserrhoden abzuschliessen (act. B 4/13). Am 13. November 2017 wurde der\nStrafbefehl zur Beurteilung an das Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden überwiesen\n(act. B 4/16 und 17).\n\nDie Hauptverhandlung vor dem Einzelrichter des Kantonsgerichtes fand am 26. Januar\n2018 statt (act. B 4/29). Gleichentags wurde das Urteil eröffnet (act. B 4/36). Mit\nSchreiben vom 30. Januar 2018 meldete der Verteidiger der Beschuldigten die Berufung\ngegen diesen Entscheid an (act. B 4/39A), weshalb eine Urteilsbegründung ausgefertigt\nwurde.\n\nC. Entscheid des Vorderrichters\n\nMit Urteil des Einzelrichters des Kantonsgerichts vom 26. Januar 2018 (SE1 17 9) wurde\nA___ der einfachen Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz gemäss Art. 90\nAbs. 1 SVG i.V.m. Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4 Abs. 1 VRV (begangen am 17. Januar\n2016) schuldig gesprochen und zu einer Busse von CHF 300.00, bei schuldhaftem\nNichtbezahlen ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 3 Tagen, verurteilt. Die\nVerfahrenskosten von insgesamt CHF 900.00 wurden der Beschuldigten auferlegt und es\nwurde davon abgesehen, ihr eine Entschädigung zuzusprechen.\n\nSeite 3\nAuf eine Wiedergabe der Urteilsbegründung wird verzichtet und auf die entsprechenden\nErwägungen verwiesen.\n\nD. Schriftenwechsel im Berufungsverfahren\n\n"}