{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-15-8_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2015/OG-20151124-O1S-15-8-20151124.pdf", "Checksum": "33c064f2b485b7b5abb2afcd8d593311"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O1S-15-8"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-15-8"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-15-8"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-15-8"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Rohner Oberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, H. Zingg Obergerichtsschreiberin B. Schittli   \nVerfahren Nr. O1S 15 8    \nSitzungsort Trogen    \nBerufungskläger/Anschluss- A___ berufungsbeklagter  \nverteidigt durch: RA AA___   \n  Berufungsbeklagte/Anschluss- Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden    berufungsklägerin  \nvertreten durch: a.o. StA B___,\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nUrteil vom 24. November 2015\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichterin S. Rohner\nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, H. Zingg\nObergerichtsschreiberin B. Schittli\n\nVerfahren Nr. O1S 15 8\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungskläger/Anschluss- A___\nberufungsbeklagter\nverteidigt durch: RA AA___\n\nBerufungsbeklagte/Anschluss- Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nberufungsklägerin\nvertreten durch: a.o. StA B___, Schützenstrasse 1A,\n9100 Herisau\n\nGegenstand Führen eines Motorfahrzeuges in fahrunfähigem Zustand,\nVerweigerung einer Blutprobe und nachträgliche richterliche Verfügung (Widerruf)\nAnträge\n\na) der Staatsanwaltschaft, Berufungsbeklagten und Anschlussberufungsklägerin:\n\nvor der Einzelrichterin des Kantonsgerichts:\n\n1. Der Beschuldigte A___ sei wegen Vereitelung einer Massnahme zur Feststellung\nder Fahrunfähigkeit sowie Führens eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem\nZustand (qualifizierte Blutalkoholkonzentration), begangen am 17. Juli 2013,\nschuldig zu sprechen.\n\n2. Er sei zu einer unbedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je CHF 60.00 und zu\neiner Busse von CHF 1‘000.00 (Ersatzfreiheitsstrafe 10 Tage) zu verurteilen.\n\n3. Die vom Verhöramt des Kantons Appenzell Ausserrhoden mit Verfügung vom\n16. November 2009 ausgesprochene bedingte Geldstrafe (100 Tagessätze zu je\nCHF 60.00) sei zu widerrufen.\n\n4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Die Geldstrafe sei auf 60 Tagessätze à CHF 60.00 festzusetzen.\n\n2. Es sei dem Beschuldigten der bedingte Strafvollzug zu verweigern.\n\n3. In den andern Punkten sei das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen.\n\n4. Eventualiter sei auf eine bedingte Geldstrafe in der Höhe von 60 Tagessätzen zu\nCHF 60.00 zu erkennen und eine Busse in der Höhe von CHF 1‘000.00 auszufällen.\n\nb) des Beschuldigten, Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten:\n\nvor der Einzelrichterin des Kantonsgerichts:\n\n1. Der Angeschuldigte A___ sei von den Vorwürfen des Führens eines Motorfahrzeuges in fahrunfähigem Zustand sowie der Verweigerung einer Blutprobe frei\nzu sprechen.\n\n2. Auf den Widerruf der mit Verfügung vom 16. November 2009 vom Verhöramt des\nKantons Appenzell Ausserrhoden ausgesprochenen Geldstrafe sei zu verzichten.\n\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Die Ziffern 1 bis 7 (Schuldspruch, Strafmass, Widerruf, Verfahrenskosten, Parteikosten) des Dispositivs des Urteils des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden vom\n6. Februar 2015 seien aufzuheben.\n\n2.1 Der Angeklagte sei von den Vorwürfen des Führens eines Motorfahrzeuges in\nfahrunfähigem Zustand und der Verweigerung einer Blutprobe frei zu sprechen.\n\nSeite 2\n2.2 Vom Widerruf der vom Verhöramt Appenzell Ausserrhoden am 16. November 2009\nausgesprochenen Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je CHF 60.00 sei abzusehen.\n\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren.\n\n4. Die Anschlussberufung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\n\nDem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 17. Juli 2013 mit seinem VW New Beetle in angetrunkenem Zustand (1.6 Promille) vom Restaurant C___ in D___ zu sich nach Hause in\nE___ gefahren zu sein. Zuvor war es im Restaurant zu einer Auseinandersetzung\ngekommen, bei der sich der Beschuldigte eine Schnittverletzung am rechten Handballen\nzuzog. Der Beschuldigte bestreitet, selbst nach Hause gefahren zu sein und erklärt, dass\ner von seiner Kollegin F___ in seinem eigenen Wagen nach Hause gebracht wurde.\n\nB. Prozessgeschichte vor der Einzelrichterin des Kantonsgerichts\n\n"}