{"Signatur": "AR_OG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_001_O1S-15-14_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2017/OG-20170615-O1S-15-14-20170615.pdf", "Checksum": "09b8a0fb388fb555c8f2705414f6d586"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O1S-15-14"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung O1S-15-14"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung O1S-15-14"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. Abteilung O1S-15-14"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Obergericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Obergericht 1. 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Rohner Oberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, Ch. Wild Obergerichtsschreiberin B. Schittli   \nVerfahren Nr. O1S 15 14    \nSitzungsort Trogen    \nBerufungskläger/ A___ Beschuldigter  \nverteidigt durch: RA AA___   \n Berufungsbeklagte/ Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden   Anklägerin  \nvertreten durch: StA B___, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau  \nPrivatk\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n1. Abteilung\n\nUrteil vom 15. Juni 2017\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichterin S. Rohner\nOberrichter B. Oberholzer, Hp. Blaser, Ch. Wild\nObergerichtsschreiberin B. Schittli\n\nVerfahren Nr. O1S 15 14\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungskläger/ A___\nBeschuldigter\nverteidigt durch: RA AA___\n\nBerufungsbeklagte/ Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\nvertreten durch: StA B___, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nPrivatkläger C___\n\nvertreten durch: RA CC___\n\nGegenstand Anstiftung zu Angriff, zu einfacher Körperverletzung und zu\nHausfriedensbruch (Schuldspruch wegen Angriff, Strafmass,\nStrafaufschub, Parteientschädigung)\nAnträge\n\na) der Staatsanwaltschaft:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. Der Beschuldigte A___ sei schuldig zu sprechen wegen:\n- der Anstiftung zu Angriff im Sinne von Art. 134 i.V.m. Art. 24 StGB\n- der Anstiftung zu einfacher qualifizierter Körperverletzung im Sinne von Art. 123\nZiff. 2 Abs. 2 i.V.m. Art. 24 StGB\n- der Anstiftung zu Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 i.V.m. Art. 24 StGB.\n\n2. Er sei deswegen mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten bei einer\nProbezeit von 3 Jahren sowie einer Busse von CHF 5'000.00 zu bestrafen, bei\nschuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 50 Tagen.\n\n3. Die beschlagnahmten Vermögenswerte von CHF 30'000.00 seien zur Deckung der\nBusse und Verfahrenskosten, eventuell zusätzlich für Entschädigungen zu\nverwenden.\n\n4. Es sei über die Zivilforderung zu entscheiden.\n\n5. Nebst Kostenfolge gemäss Art. 426 StPO.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Die Berufung des Beschuldigten sei vollumfänglich abzuweisen.\n\n2. Das Urteil des Kantonsgerichts vom 17. Juni 2015 sei in allen Punkten zu\nbestätigen.\n\n3. Unter Kostenfolge zu Lasten des Beschuldigten gemäss Art. 426 und 428 StPO.\n\nb) des Privatklägers:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. Die Beschuldigten A___, D___ und E___ seien solidarisch zu verpflichten, dem\nZivilkläger C___ Schadenersatz von mindestens CHF 216'721.55 und Genugtuung\nin der Höhe von CHF 20'000.00 zu bezahlen.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt) zu Lasten der Beschuldigten\nunter solidarischer Haftbarkeit.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Es sei das Urteil des Kantonsgerichtes Appenzell Ausserrhoden vom 17. Juni 2015\nzu bestätigen. Eventualiter sei zusätzlich den heutigen Anträgen der\nStaatsanwaltschaft zu folgen.\n\n2. Die Berufungen der Beschuldigten seien abzuweisen, soweit darauf überhaupt\neinzutreten ist.\n\nSeite 2\nAlles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt) zu Lasten der\nBeschuldigten unter solidarischer Haftbarkeit.\n\nc) des Beschuldigten:\n\nim erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. A___ bekennt sich schuldig der Anstiftung zur einfachen Körperverletzung und zum\nHausfriedensbruch i.S.v. Art. 123 Ziff. 1 und Art. 186 i.V.m. Art. 24 StGB.\n\n2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Anstiftung zum Angriff i.S.v. Art. 134 StGB\nsowie der einfachen qualifizierten Körperverletzung i.S.v. Art. 123 Ziff. 2 i.V.m. Art.\n24 StGB freizusprechen.\n\n3. Der Beschuldigte sei zu einer Freiheitsstrafe von höchsten 3 Monaten zu\nverurteilen.\n\n4. Die auszufällende Freiheitsstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer\nProbezeit von 2 Jahren.\n\n5. Die beschlagnahmten Vermögenswerte des Beschuldigten in der Höhe von\nCHF 30'000.00 seien an die Verfahrenskosten anzurechnen.\n\n6. Der Beschuldigte anerkennt einen Schadenersatz- und Genugtuungsanspruch im\nGrundsatz. Zum Schadenersatz sind die Aufwendungen für medizinische\nLeistungen von CHF 2'098.05 anerkannt, im Übrigen sei die Zivilforderung\nabzuweisen, soweit überhaupt darauf einzutreten ist. Eventualiter sei sie auf den\nZivilweg zu verweisen.\n\nAlles unter Kosten- und Entschädigungsfolge bzw. für die Zivilklage zu Lasten des\nZivilklägers.\n\nim Berufungsverfahren:\n\n1. Die Ziffern 1 bis 8 des angefochtenen Entscheides des Kantonsgerichtes Appenzell\nAusserrhoden vom 17. Juni 2015 (K3S 14 3) seien mit Ausnahme der Ziffern 4, 5\nund 8 aufzuheben.\n\n2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Anstiftung zu Angriff freizusprechen;\nstattdessen sei er betreffend Anstiftung zu einfacher Körperverletzung und zu\nHausfriedensbruch im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 und Art. 186 i.V.m. Art. 24 StGB für\nschuldig zu sprechen.\n\n3. Der Beschuldigte sei zu einer Freiheitsstrafe von höchstens 18 Monaten zu\nverurteilen.\n\n4. Die auszufällende Freiheitsstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer\nProbezeit von 2 Jahren.\n\n"}