{"Signatur": "AR_KG_999", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2015-05-26", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_KG_999_OG-O2Z-14-3_2015-05-26.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download//Obergericht/2015/OG-20150526-O2Z-14-3-20150526.pdf", "Checksum": "f023945938090710379dc959a5cd1b10"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["OG O2Z-14-3"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht sonstiges 26.05.2015 OG O2Z-14-3"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  sonstiges"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden 2. Abteilung Urteil vom 26. Mai 2015 Mitwirkende  Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter B. Oberholzer, S. Plachel, H. Zingg Oberrichterin S. Rohner Obergerichtsschreiberin B. 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O2Z 14 3\n\nSitzungsort Trogen\n\nBerufungskläger 1 A1___\nKläger 1\n\nBerufungsklägerin 2 A2___\nKlägerin 2 beide vertreten durch: RA AA___\n\nBerufungsbeklagter B___, Inhaber der Einzelfirma C___\nBeklagter vertreten durch: RA BB___\n\nGegenstand Forderung\nRechtsbegehren\n\na) Kläger und Berufungskläger 1 und 2:\n\naa) im erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. Der Beklagte zu verpflichten, den Klägern CHF 60‘000.00 zuzüglich Zins zu\n5 % seit 11. Juli 2012 zu bezahlen.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beklagten.\n\nbb) im Berufungsverfahren:\n\n1. Das Urteil des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden vom 19. August 2014\n(Verfahren K2Z 12 51) sei aufzuheben und die Klage sei gutzuheissen.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen zu Lasten des\nBeklagten und Berufungsbeklagten.\n\nb) Beklagter und Berufungsbeklagter:\n\naa) im erstinstanzlichen Verfahren:\n\n1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger mit solidarischer\nHaftbarkeit.\n\nbb) im Berufungsverfahren:\n\n1. Soweit auf die Berufung eingetreten werden kann, sei sie abzuweisen und es\nsei das Urteil des Kantonsgerichts vom 19. August 2014 zu bestätigen.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger und\nBerufungskläger.\n\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\nDie Kläger 1 und 2 (nachfolgend Kläger genannt) liessen in der D___ ein neues Haus\nbauen. Bauplanerin war die Firma E___ AG. Diese schlug den Klägern als\nFensterlieferant die Firma F___ AG vor (vgl. act. B 5/3/4). Die Kläger wollten jedoch einen\nortsansässigen Unternehmer berücksichtigen. Die Einzelfirma C___ in G___ reichte\nA1___ am 4. Februar 2010 eine Offerte ein (act. B 5/3/5). Am 19. Juli 2010 forderte die\n\nSeite 2\nE___ AG Detailschnitte vom Beklagten an (act. B 5/2, S. 10 und B 5/3/17). Die Kläger\nbesuchten am 20. Juli 2010 beim Beklagten die Ausstellung (act. B 5/2, S. 3 und B 9, S.\n10 ff.). Am 21. Juli 2010 stellte G___ von der Firma H___ AG (letztere Firma wurde an die\nI___ AG verkauft, siehe act. B 5/40, S. 3) die Fensterschnitte der E___ AG zu (act. B\n5/3/17). Am 21. September 2010 lieferte der Beklagte die Fenster an die E___ AG (act. B\n1, S. 18; B 9, S. 3 und 11; B 5/11/8). Deren Einbau erfolgte durch die E___ AG in ihrer\nAufrichtehalle. Der Beklagte stellte den Klägern am 7. Oktober 2010 Rechnung in der\nHöhe von CHF 34‘000.00 (act. B 5/3/7). Im Januar 2011 bezogen die Kläger das neue\nHaus und stellten schon nach kurzer Zeit Kondensat und Eisbildung an den Fenstern fest\n(act. B 5/3/15, S. 2). Am 8. Februar 2012 war im Auftrag der Kläger ein Experte der J___\nGmbH vor Ort und erstellte am 26. März 2012 ein Gutachten (act. B 5/3/10). Der\nRechtsvertreter der Kläger setzte dem Beklagten mit Schreiben vom 13. April 2012\nNachfrist zur Unterbreitung eines tauglichen Sanierungsvorschlages (act. B 5/3/9). Die\nKläger traten in der Folge mit Schreiben von RA AA___ vom 2. Juli 2012 vom Vertrag\nzurück (act. B 5/3/14).\n\nB. Prozessgeschichte\nDie Kläger stellten das Vermittlungsbegehren am 10. Juli 2012. Die\nVermittlungsverhandlung fand am 15. August 2012 vor dem Vermittleramt Kreis 2 statt.\nDie Klagebewilligung wurde am gleichen Tag ausgestellt und dem Rechtsvertreter der\nKläger übergeben (act. B 5/1). Die Kläger liessen die Klage mit Eingabe vom 13.\nNovember 2012 beim Kantonsgericht einreichen (act. B 5/2). Die Klageantwort datiert\nvom 15. Februar 2013 (act. B 5/10). In der Folge wurde ein zweiter Schriftenwechsel\ndurchgeführt. Die Replik datiert vom 15. April 2013 (act. B 5/15). Am 10. Juni 2013 reichte\nder Beklagte eine vorläufige Duplik mit dem Prozessantrag auf Beschränkung des\nVerfahrens auf die Frage der Verjährung ein (act. B 5/19). Den Klägern wurde daraufhin\nGelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt (act. B 5/21). Ihre Stellungnahme, worin sie\nsich zu einer Verfahrensbeschränkung ablehnend äusserten, datiert vom 19. Juni 2013\n(act. B 5/22). Mit Verfügung vom 21. Juni 2013 wurde der Prozessantrag des Beklagten\nauf Beschränkung des Verfahrens auf die Frage der Verjährung abgewiesen und dem\nBeklagten Frist zur Einreichung einer ergänzten Duplik eingeräumt (act. B 5/23). Diese\nwurde am 26. August 2013 eingereicht (act. B 5/24). Die Hauptverhandlung fand am 11.\nFebruar 2014 statt (act. B 5/28). Gleichentags wurde ein Beweisbeschluss erlassen (act.\nB 5/35). In der Folge wurde G___ am 6. Mai 2014 als Zeuge einvernommen (act. B 5/40).\nDaraufhin wurde den Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme zum Beweisergebnis\ngegeben (act. B 5/42). Die Stellungnahme des Beklagten datiert vom 6. Juni 2014 (act. B\n5/47), jene der Kläger vom 27. Juni 2014 (act. B 5/51). Am 9. Juli 2014 reichte der\n\n"}