{"Signatur": "AR_KG_999", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2015-03-24", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_KG_999_OG-D2Z-14-1_2015-03-24.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download//Obergericht/2015/OG-20150324-D2Z-14-1-20150324.pdf", "Checksum": "cf33545a7e4ff12cc56e1ee880553c54"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["OG D2Z-14-1"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht sonstiges 24.03.2015 OG D2Z-14-1"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  sonstiges"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden 2. Abteilung Urteil vom 24. März 2015  Mitwirkende  Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter B. Oberholzer, S. Plachel, H.P. Blaser, H. Zingg Obergerichtsschreiberin B. Widmer Verfahren Nr.  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D2Z 14 1\n\nSitzungsort Trogen\n\nKlägerin 1 Sonnweid AG\n\nKlägerin 2 Krankenheim Sonnweid AG\nbeide vertreten durch: RA AA___\n\nBeklagte Sonnweid Speicher AG\nvertreten durch: RA BB___\n\nGegenstand Firmenschutz und unlauterer Wettbewerb\nRechtsbegehren\n\na) der Klägerinnen 1 und 2:\n\n1. Die Beklagte sei zu verpflichten, den Firmenbestandteil „Sonnweid“ im Handelsregister zu löschen,\n2. Eventualiter sei der Beklagten unter Androhung der Bestrafung gemäss Art. 292\nStGB zu verbieten, die Firma Sonnweid Speicher AG zu führen,\n\nalles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8 % MWSt) zu Lasten der Beklagten.\n\nb) der Beklagten:\n\nDie Klage sei vollumfänglich abzuweisen.\n\nAlles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8 % MWSt) zu Lasten der Klägerin 1\nund der Klägerin 2.\n\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\nDie Krankenheim Sonnweid AG wurde am 19. November 1970 im Handelsregister des\nKantons Zürich eingetragen (act. 2/5) und am 8. Dezember 1998 im selben\nHandelsregister die Stiftung Sonnweid (act. 2/10). Der Eintrag der C___ AG im\nHandelsregister des Kantons Appenzell Ausserrhoden erfolgte am 23. September 2004.\nDeren Präsident ist D___, Delegierter E___; Mitglieder sind F___, G___ und H___ (act.\n2/15). Die Sonnweid AG gab am 1. April 2005 die 1. Ausgabe ihrer Newsletter-Zeitschrift\nnamens „Perspektiven“ heraus (act. 2/3). Die I___ Gruppe veröffentlichte im August 2005\ndie Ausgabe Nr. 1 ihres Informationsorgans lautend auf „Perspektive“ (act. 2/13). Am 21.\nDezember 2005 erfolgte der Eintrag der J___ Holding AG im Handelsregister des Kantons\nZürich (act. 2/12). Ebenfalls im genannten Handelsregister wurde am 22. Dezember 2010\ndie Sonnweid AG eingetragen (act. 2/2). Am 31. Januar 2013 wurde die Sonnweid\nSpeicher AG im Handelsregister des Kantons Appenzell Ausserrhoden eingetragen.\nDeren Präsident ist D___ und Delegierter E___ (act. 2/1). Einem Online-Artikel des\nSt. Galler Tagblatts vom XX.XX.2013 ist zu entnehmen, dass die K___ Stiftung Herisau\nan der „Sonnweid“-Halde in L___ drei Mehrfamilienhäuser mit 18 Alterswohnungen\nerstelle und mit der Betriebsgesellschafts des C___ eine langjährige Partnerschaft\neingehe. In diesem Zeitungsbericht wurde, unter Berufung auf E___ ausgeführt, das\nBetriebskonzept „Sonnweid“ entspreche jenem im „C___“ (act. 2/20). Die Sonnweid AG\nund die Krankenheim Sonnweid AG forderten die Sonnweid Speicher AG mit Schreiben\n\nSeite 2\nihrer Rechtsvertreterin vom 26. November 2013 auf, die Firma löschen zu lassen (act.\n2/23). Dies lehnte die Sonnweid Speicher AG ab (act. 2/24). Auf Gesuch der Sonnweid\nAG wurde mit Wirkung ab 26. November 2013 „Sonnweid“ als Marke eintragen (act. 2/22).\n\nB. Prozessgeschichte\nMit Klageschrift vom 28. Januar 2014 liessen die Klägerinnen 1 und 2 die vorliegende\nStreitsache beim Obergericht Appenzell Ausserrhoden anhängig machen (act. 1). Mit\nVerfügung des Obergerichtspräsidenten vom 29. Januar 2014 wurde den Parteien die\nZuweisung des Prozesses an die 2. Abteilung sowie die Leitung des Verfahrens durch\nObergerichtsvizepräsident Kobler mitgeteilt (act. 4). Mit Verfügung vom 3. Februar 2014\nwurden die Klägerinnen 1 und 2 verpflichtet, innert 14 Tagen für die Gerichtskosten\nsolidarisch einen Vorschuss von CHF 2‘000.00 zu leisten (act. 5). Dem kam die Klägerin 1\nfristgerecht nach (act. 6). Die Klageantwort der Sonnweid Speicher AG ging am 1. April\n2014 beim Obergericht ein (act. 10). Die Verfahrensleitung gab den Parteien am 2. April\n2014 bekannt, aus ihrer Sicht könne auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung\nverzichtet und stattdessen ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt werden,\nvorausgesetzt beide Parteien seien einverstanden (act. 12). RA BB___ erklärte daraufhin\nVerzicht auf eine mündliche Verhandlung (act. 13), währenddem RA AA___ auf die\nParteivorträge gemäss Art. 228 ZPO verzichtete, aber noch nicht auf eine\nBeweisabnahme vor dem Gesamtgericht gemäss Art. 231 ZPO und auf die\nSchlussvorträge gemäss Art. 232 ZPO (act. 14). Die Replik der Klägerinnen 1 und 2 ging\nam 1. Juli 2014 (act. 18), die Duplik der Beklagten am 26. August 2014 beim Obergericht\nein (act. 21). Eine Stellungnahme von RA AA___ datiert vom 24. September 2014 (act.\n26). Auf entsprechende Aufforderung der Verfahrensleitung (act. 31) wurde die\nKostennote von RA AA___ am 16. Januar 2015 (act. 32, Posteingang) und diejenige von\nRA BB___ am 10. Februar 2015 eingereicht (act. B 33, 34/1-2, Posteingang) ein. Die\nBeratung der Streitsache fand am 24. März 2015 statt (act. 35). Auf die Ausführungen in\nden vorstehend aufgeführten Eingaben kann verwiesen werden, soweit für die Beurteilung\nerforderlich, wird darauf in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.\n\nSeite 3\nErwägungen\n\n"}