{"Signatur": "AR_KG_999", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_KG_999_O2K-23-4_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2023/OG-20231205-O2K-23-4-20240409.pdf", "Checksum": "45f025e32a829974953048c3cf4250a4"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["O2K-23-4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht sonstiges O2K-23-4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  sonstiges"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden  2. Abteilung \n \nUrteil vom 5. Dezember 2023  \n \n \nMitwirkende Obergerichtspräsident W. Kobler \nOberrichter M. Winiger, M. Müller, R. Kläger, F. 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O2K 23 4 \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \nBeschwerdeführerin A. \n \n \nVorinstanz   KESB Appenzell Ausserrhoden, Gutenberg Zentrum, \nKasernenstrasse 4, Postfach 1259, 9102 Herisau \n \n \nGegenstand Mandatsentschädigung \nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes-\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n2. Abteilung\n\nUrteil vom 5. Dezember 2023\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident W. Kobler\nOberrichter M. Winiger, M. Müller, R. Kläger, F. Windisch\nObergerichtsschreiberin Barbara Widmer\n\nVerfahren Nr. O2K 23 4\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A.\n\nVorinstanz KESB Appenzell Ausserrhoden, Gutenberg Zentrum,\nKasernenstrasse 4, Postfach 1259, 9102 Herisau\n\nGegenstand Mandatsentschädigung\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und\nErwachsenenschutzbehörde Appenzell Ausserrhoden\nvom 15. Juni 2023\nSachverhalt\n\nA. Für die am X.XX.XXXX geborene A. errichtete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde\nAppenzell Ausserrhoden (KESB) am 20. Dezember 2018 eine kombinierte Begleit- und\nVertretungsbeistandschaft.\n\nB. Mit Entscheid vom 15. Juni 2023 hob die KESB die Beistandschaft auf und genehmigte den\nSchlussbericht. Die Mandatsentschädigung für den Zeitraum vom 1. Dezember 2020 bis\n1. Juni 2023 wurde auf Fr. 2'500.-- festgesetzt und A. auferlegt.\n\nC. Gegen die Auferlegung und die Höhe der Mandatsentschädigung erhob A. am\n27. Juni 2023 (Postaufgabe) Beschwerde. Die KESB nahm dazu am 4. August 2023 Stellung.\nVon der ihr eingeräumten Gelegenheit, eine Replik einzureichen, hat die Beschwerdeführerin\nkeinen Gebrauch gemacht.\n\nErwägungen\n\n1. Formelles\n\n1.1 Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann Beschwerde beim zuständigen\nGericht geführt werden (Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, ZGB, SR\n210). Nach Art. 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (EG zum ZGB, bGS 211.1) ist das Obergericht zuständig für die\nBehandlung solcher Beschwerden. Im Beschwerdeverfahren kommen die Bestimmungen\ndes ZGB und die kantonalrechtlichen Verfahrensregeln des EG zum ZGB zur Anwendung.\nGemäss Art. 64 EG zum ZGB richtet sich das Verfahren nach dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1). Subsidiär gilt nach Art. 450f ZGB die Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272).\n\n1.2 Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach dem Wohnsitz der betroffenen Person (Art. 442\nAbs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 EG zum ZGB). Da A. Wohnsitz in B. hat, ist\ndie örtliche Zuständigkeit des Obergerichts zu bejahen. Die sachliche\nZuständigkeit ergibt sich aus Art. 66 EG zum ZGB in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1 lit. a\ndes Justizgesetzes (JG, bGS 145.31) und liegt demnach ebenfalls beim Obergericht.\n\nSeite 2\n1.3 Die Prozessvoraussetzungen sind hinsichtlich der Form- und Fristerfordernisse erfüllt\n(Art. 450 Abs. 3 und Art. 450b Abs. 1 ZGB).\n\nAuf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.\n\n1.4 Mit der Beschwerde kann eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit des Entscheids\ngerügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Dem Obergericht kommt bei der Beurteilung der\nvorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. Es kann sich hierbei primär auf die\ngeltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (DANIEL STECK, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, 2013, N. 4 und N.\n7 zu Art. 450a ZGB).\n\n1.5 Entscheide auf dem Gebiete des Kindes- und Erwachsenenschutzes unterliegen der\nBeschwerde in Zivilsachen (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR\n173.110). Bei der vorliegenden Streitsache handelt es sich um eine vermögensrechtliche\nAngelegenheit (Urteil des Bundesgerichts 5A_342/2017 vom 4. Mai 2018 E. 1.1). Demnach\nist die Beschwerde in Zivilsachen zulässig, sofern der Streitwert mindestens Fr. 30‘000.--\nbeträgt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) oder sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG). Ansonsten ist einzig die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegeben (Art. 113 BGG).\nDer Streitwert des vorliegenden Verfahrens beträgt Fr. 2'500.-- und erreicht die Streitwertgrenze von Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG nicht.\n\n2. Materielles\n\n2.1 Höhe der Mandatsentschädigung\n\n2.1.1 Parteivorbringen\nDie Beschwerdeführerin macht geltend, aufgrund des geringen Aufwandes der Beiständinnen sei der Betrag von Fr. 2'500.-- nicht gerechtfertigt.\nDie KESB legt dar, im Kanton Appenzell Ausserrhoden würden die Mandatsträger nicht\nnach Aufwand, sondern pauschal entschädigt. Nach der Praxis betrage die Pauschale für\nein einfaches Mandat Fr. 1'200.-- pro Jahr. Vorliegend habe die Beistandschaft 31 Monate\ngedauert. Die Gesamtentschädigung betrage umgerechnet Fr. 80.-- pro Monat, was mit\nBlick auf die gesamten Umstände als angemessen erscheine.\n\n"}