{"Signatur": "AR_KG_999", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_KG_999_K3Z-13-42_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Kantonsgericht/2017/KG-20170320-K3Z-13-42-20190611.pdf", "Checksum": "6723075dc378a5f2e1ad05e51062f85c"}, "Scrapedate": "2025-10-27", "Num": ["K3Z-13-42"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht sonstiges K3Z-13-42"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  sonstiges"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "KG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden  3. Abteilung  \nUrteil vom 20. März 2017   \n Mitwirkende Kantonsgerichtsvizepräsident Manuel Hüsser, Vorsitz \nKantonsrichterinnen Ursula Federer Brunner, Verena Aemiseg-ger-Lutz, Ursula Hanselmann Kantonsrichter Rolf Breu Gerichtsschreiberin Evelyne Gmünder   \n Verfahren Nr. K3Z 13 42   \n Sitzungsort   Trogen   Klägerin 1 …  \n Klägerin 2 … \n Klägerin 3 … \n alle Klägerinnen vertreten durch: RA Martin Looser, Grüngasse 3, Postfach, 8026 Zürich \n  Beklagte  …"}], "ScrapyJob": "446973/43/2118", "Zeit UTC": "27.10.2025 17:06:23", "Checksum": "8b911d89b2a161413f031001527e1e79", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht sonstiges K3Z-13-42\nRegeste:\nKantonsgericht Appenzell Ausserrhoden  3. Abteilung  \nUrteil vom 20. März 2017   \n Mitwirkende Kantonsgerichtsvizepräsident Manuel Hüsser, Vorsitz \nKantonsrichterinnen Ursula Federer Brunner, Verena Aemiseg-ger-Lutz, Ursula Hanselmann Kantonsrichter Rolf Breu Gerichtsschreiberin Evelyne Gmünder   \n Verfahren Nr. K3Z 13 42   \n Sitzungsort   Trogen   Klägerin 1 …  \n Klägerin 2 … \n Klägerin 3 … \n alle Klägerinnen vertreten durch: RA Martin Looser, Grüngasse 3, Postfach, 8026 Zürich \n  Beklagte  …\n\nKantonsgericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 20. März 2017\n\nMitwirkende Kantonsgerichtsvizepräsident Manuel Hüsser, Vorsitz\nKantonsrichterinnen Ursula Federer Brunner, Verena Aemiseg-\nger-Lutz, Ursula Hanselmann\nKantonsrichter Rolf Breu\nGerichtsschreiberin Evelyne Gmünder\n\nVerfahren Nr. K3Z 13 42\n\nSitzungsort Trogen\n\nKlägerin 1 …\n\nKlägerin 2 …\n\nKlägerin 3 …\n\nalle Klägerinnen vertreten durch: RA Martin Looser, Grüngasse 3,\nPostfach, 8026 Zürich\n\nBeklagte …\n\nvertreten durch: RA Dr. iur. Peter Sutter, Paradiesweg 2, Postfach, 9410 Heiden\n\nGegenstand Feststellungsklage\nSeite 2\n\nRechtsbegehren\n\na) Klägerinnen\n1. Es sei gerichtlich festzustellen, dass die Beklagte eine Diskriminierung i.S.v. Art. 6\nBehiG beging,\na) indem die Beklagte am 4. Januar 2012 einer Gruppe von fünf behinderten Kindern wegen ihrer Behinderung i.S.v. Art. 2 Abs. 1 BehiG den Zugang zum Mi-\nneral- und Heilbad Unterrechstein verweigerte;\nb) indem die Beklagte mit Brief vom 25. Januar 2012 an die Heilpädagogische\nSchule Heerbrugg festhielt, Gruppen von Menschen mit Behinderung nur zu\nRandzeiten in das Mineral- und Heilbad Unterrechstein einzulassen;\nc) indem sich die Beklagte mit Brief vom 25. Januar 2012 an die Heilpädagogische Schule Heerbrugg vorbehielt, auch behinderten Einzelpersonen den Zugang zum Mineral- und Heilbad Unterrechstein zu verweigern.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt zulasten der Beklagten.\n\nb) Beklagte\n1. Es sei auf die Klage nicht einzutreten.\n2. Eventualiter sei die Klage abzuweisen, soweit entgegen unserem Hauptantrag auf\nsie eingetreten wird.\n3. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der drei Klägerinnen.\n\nÜbersicht\n\nAm 14. November 2013 reichten die Klägerinnen die Klage mit den eingangs erwähnten\nRechtsbegehren ein1. Am 28. April 2014 erstattete die Beklagte die Klageantwort2. Die Replik\nwurde am 14. November 2014 und die Duplik am 9. März 2015 eingereicht3. Das Gericht fällte\nam 17. August 2015 einen Beweisbeschluss und ordnete die Abnahme weiterer Beweise an4. In\n\n1\nAct. 1.\n2\nAct. 9.\n3\nAct. 21 und act. 27.\n4\nAct. 37.\nSeite 3\n\nder Folge wurden neun Zeugeneinvernahmen durchgeführt5. Auf Antrag der Parteien wurde das\nVerfahren zwecks Führung von aussergerichtlichen Vergleichsgesprächen am 11. Februar\n2016 sistiert6. Am 23. August 2016 teilten die Parteien mit, dass die Vergleichsgespräche gescheitert seien und das Verfahren weitergeführt werden könne7. Den Parteien wurde in der\nFolge eine Frist zur Einreichung einer schriftlichen Stellungnahme zum Beweisergebnis ange-\nsetzt8. Die Klägerinnen reichten ihre Stellungnahme am 28. September 2016 ein9. Die Beklagte\nnahm am 14. November 2016 Stellung10. Das Gericht fällte am 20. März 2017 den Entscheid,\nwelcher den Parteien gleichentags im Dispositiv zugestellt wurde11. Mit Eingabe vom 23. März\n2017 hat die Beklagte12 und mit Schreiben vom 24. März 2017 haben die Klägerinnen13 fristgerecht die Entscheidbegründung verlangt, weshalb diese nunmehr auszufertigen ist.\n\nErwägungen\n\n1. Formelles\n\n1.1 Zuständigkeit\n\nDie örtliche Zuständigkeit ergibt sich gestützt auf Art. 10 Abs. 1 lit. b ZPO am Sitz der beklagten Partei. Die Beklagte hat ihren Sitz in Grub AR. Damit ist die örtliche Zuständigkeit\ndes Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden gegeben.\n\nDie sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts ergibt sich gestützt auf Art. 13 Justizgesetz (JG). Bei der Feststellung einer Diskriminierung gegenüber Behinderten einer Behindertenorganisation wird ein ideelles und kein vermögensrechtliches Interesse verfolgt14.\nFür nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten gilt grundsätzlich das ordentliche Verfahren15.\n\n5\nAct. 39/1-9.\n6\nAct. 44 und act. 46.\n7\nAct. 48.\n8\nAct. 49.\n9\nAct. 51 A.\n10\nAct. 53 A.\n11\nAct. 63.\n12\nAct. 68.\n13\nAct. 69.\n14\nBGE 138 I 475 475, E. 1.2 = Pra 102/2013, S. 480 f.\n15\nLAURENT KILLIAS, Berner Kommentar ZPO, Bern 2012, Art. 243 N 13.\nSeite 4\n\n1.2 Klageänderung\n\n"}