Lehre und Rechtsprechung haben aus dem Grundsatz von Treu und Glauben abgeleitet, dass eine Rechtsmittelinstanz an das Vertrauen gebunden ist, das die Vorinstanz bei den Parteien aufgrund einer unrichtigen Rechtsmittelbelehrung geweckt hat (Christoph Hurni, Berner Kommentar ZPO, N 23 zu Art. 52; Paul Oberhammer, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], ZPO, 2. A., Basel 2013, N 9 zu Art. 52; Myriam A. Gehri, Schweizerische Zivilprozessordnung, Basler Kommentar, Basel 2010, N 19 zu Art. 52). Aus einer unrichtigen Rechtsmittelbelehrung darf den Parteien kein Nachteil erwachsen.