{"Signatur": "AR_KG_001", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2013-01-17", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_KG_001_KG-K1S-12-2_2013-01-17.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download//Kantonsgericht/2013/KG-20130117-K1S-12-2-20190618.pdf", "Checksum": "37d768cc3e064d957aec709ed98e59c0"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KG K1S-12-2"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht 1. Abteilung 17.01.2013 KG K1S-12-2"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Kantonsgericht 1. Abteilung 17.01.2013 KG K1S-12-2"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Kantonsgericht 1. Abteilung 17.01.2013 KG K1S-12-2"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures Kantonsgericht 1. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno Kantonsgericht 1. 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Januar 2013\n\nMitwirkende Kantonsgerichtspräsident Pius Gebert, Vorsitz\nKantonsrichterinnen Annegreth Wiesendanger,\nUrsula Hanselmann\nKantonsrichter Niklaus Salzmann, Rolf Breu\nGerichtsschreiberin Evelyne Gmünder\n\nVerfahren Nr. K1S 12 2\n\nSitzungsort Herisau\n\nAnklägerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\n\nvertreten durch: Staatsanwalt Dr. iur. Thomas Bürgi, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nPrivatklägerin 1 Assekuranz AR\n\nPrivatklägerin 2 AXA Winterthur\n\nPrivatkläger 3 H. D.\n\nPrivatklägerin 4 S. Pr.\nvertreten durch: RA lic. iur. J.\nSeite 2\n\nPrivatklägerin 5 P. D.\n\nvertreten durch: RA lic. iur. E.\n\nPrivatklägerin 6 Restaurant P.\n\nBeschuldigter P. G.\n\namtlich verteidigt durch: RA lic. iur. Christoph Anwander, Bahnhofstrasse 21, 9101 Herisau\n\nGegenstand Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das\nBundesgesetz über explosionsgefährliche Stoffe sowie fahrlässige Brandverursachung\nSeite 3\n\nAnträge\n\na) Staatsanwaltschaft (an Schranken)\n\n1. Der Beschuldigte sei schuldig zu sprechen\n- wegen mehrfachen Vergehen und Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 lit. a aBetmG\n- wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst im Sinne von Art. 122\nAbs. 1 StGB\n- wegen mehrfachen Widerhandlungen gegen das Sprengstoffgesetz im Sinne\nvon Art. 37 Abs. 1 SprstG\n\n2. Der Beschuldigte sei unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 24 Tagen und\nunter Einbezug der zu widerrufenden Geldstrafe gemäss Strafverfügung des Verhöramtes des Kantons Appenzell Ausserrhoden vom 5. Mai 2007 zu einer Gesamtstrafe von 36 Monaten Freiheitsentzug, bei Gewährung des teilbedingten Vollzugs\nfür 30 Monate zu verurteilen. Die Probezeit sei auf 5 Jahre festzusetzen.\n\n3. Die Untersuchungshaft von 24 Tagen sei an die Freiheitsstrafe anzurechnen.\n\n4. Die in der Anklageschrift einzeln aufgeführten, beschlagnahmten Gegenstände seien einzuziehen und zu vernichten.\n\n5. Es sei über die Zivilforderungen der Privatkläger zu entscheiden.\n\n6. Unter Kostenfolge zu Lasten des Beschuldigten.\n\nb) Privatklägerin 1 (act. 59)\n\nDer Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin 1 den Schaden in Höhe von\nCHF 4’147'815.75 zu ersetzen (sinngemäss).\nSeite 4\n\nc) Privatklägerin 2 (act. 11.1)\n\nP.G., geb. 07.10.1973, sei zu verurteilen, der Privatklägerin, AXA Versicherungen AG,\nden Betrag von CHF 107'598.10 zu bezahlen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschuldigten.\n\nd) Privatkläger 3 (act. 19)\n\nDer Beschuldigte sei zu verpflichten, dem Privatkläger 3 den Schaden in Höhe von\nCHF 17'691.00 zu ersetzen (sinngemäss).\n\ne) Privatklägerin 4 (an Schranken)\n\nDer Angeschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin 4 (S.P. & Investments AG) CHF\n321'678.70 zuzüglich Zins von 5 % seit dem 30. Oktober 2009 zu bezahlen; alles unter\nKosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWSt.) zulasten des Angeschuldigten.\n\nf) Privatklägerin 5 (act. 10.2.)\n\nDer Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin 5, eine Zivilforderung in Höhe von\nCHF 140'000.- zu bezahlen (sinngemäss).\n\ng) Privatklägerin 6 (act. 22)\n\nDer Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin 6 den Schaden in Höhe von\nCHF 250'000.- zu ersetzen (sinngemäss).\n\nh) Beschuldigter (an Schranken)\n\n1. P.G. sei vom Vorwurf der fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst, der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) sowie des Bundesgesetzes über explosionsgefährliche Stoffe (SprstG) freizusprechen.\n\n2. Es sei vom Widerruf des bedingten Strafvollzuges gemäss Strafverfügung des Verhöramtes des Kantons Appenzell Ausserrhoden vom 5. Mai 2007 abzusehen.\nSeite 5\n\n3. Die Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden sei zu verpflichten, folgende beschlagnahmten Gegenstände an P.G. freizugeben:\n\n- Coop Supercard\n- 1 Metallgegenstand (Pfefferspray)\n- sämtliche 5 Mobiltelefone\n\n4. Sämtliche Zivilforderungen seien abzuweisen; evtl. seien sie auf den Zivilweg zu\nverweisen;\n\nunter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\n\nDem Beschuldigten wird zur Last gelegt, in der Zeit zwischen Sommer 2009 bis zu seiner\nVerhaftung am 6. Januar 2010 an einen mittelgrossen Abnehmerkreis eine grössere\nMenge Heroin, Kokain und Methadontabletten verkauft zu haben. Er soll dabei einen Mindesterlös von knapp 800'000 Franken erzielt haben. Weiter wird ihm zur Last gelegt, dass\ner im gleichen Zeitraum Heroin, Kokain und Marihuana konsumiert habe.\n\n"}