Die Rechnung ist demnach einfach: Je kleiner das Einzugsgebiet einer Gebärabteilung, desto geringer die Überlebenschance. Dieser Umstand wurde bei der Abdeckung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Geburtshilfe zunehmend problematisch. Eine rundum Versorgung in Appenzell I.Rh. konnte nicht mehr auf mehrere Schultern verteilt werden. Chirurgische Allrounder, welche auch Schnittentbindungen machen, gehören der Vergangenheit an. Genau an dieser Situation sind alle Versuche gescheitert, einen Bereitschaftsdienst für die Geburtshilfe am Spital rund um die Uhr zu organisieren. Bis zur Schliessung der Geburtsabteilung im Juni kamen im Spital Appenzell 80 Kinder zur Welt.