Oft ergibt sich erst aus einer Mehrzahl von Kriterien die Zahlungsunfähigkeit (vgl. Schwaller, a.a.O., S. 671; Behnisch, a.a.O., S. 179; auch Urteile des Bundesgerichts vom 20. April 2012 [5A_115/2012], vom 11. August 2011 [5A_328/2011], vom 7. Dezember 2010 [5A_642/2010]). Bei der Beurteilung ist aber immer auch zu beachten, dass die Aufhebung der Solidarhaftung bei Zahlungsunfähigkeit das Vermeiden von Härtefällen bezweckt (vgl. Schwaller, a.a.O., S. 673; Rajower/Weber Rajower, a.a.O., S. 173). Im Weiteren steht die Berufung auf die Zahlungsunfähigkeit unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs (vgl. SGE vom 23. August 2018 [3-RV.2016.144];