{"Signatur": "AG_OG_009", "Spider": "AG_Gerichte", "Datum": "2022-07-29", "PDF": {"Datei": "AG_Gerichte/AG_OG_009_HOR-2019-38---HOR-20_2022-07-29.pdf", "URL": "https://decwork.ag.ch/api/main/v1/de/decrees_pdf/5516", "Checksum": "01acd985d43ed108a6a01c89f2d80b90"}, "Scrapedate": "2025-08-25", "Num": ["HOR.2019.38 / HOR.2020.10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aargau Obergericht Handelsgericht 29.07.2022 HOR.2019.38 / HOR.2020.10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Obergericht Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht / Handelsgericht / 1. Kammer Obergericht / Handelsgericht / 1. 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Sie bezweckt die Verwaltung, Vermietung und Vermittlung sowie den Erwerb und Verkauf von\nLiegenschaften und die Realisierung von Neu- und Umbauten (Beilage der\nKlage vom 23. März 2020, nachfolgend: Klagebeilage [KB] 5).\n\n2.\nDie Beklagte ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in R.. Sie bezweckt das\nAusführen und Überwachen von Bauarbeiten aller Art (KB 7).\n\n3.\n3.1.\nDie Beklagte betrieb die Klägerin mit Zahlungsbefehl Nr. aaa des Regionalen Betreibungsamts S. vom 4. Februar 2019 für eine Forderung von\nFr. 1'234'592.90 nebst 5 % Zins seit dem 31. Oktober 2017 sowie für eine\nForderung von Fr. 44'697.60 nebst 5 % Zins seit dem 1. Februar 2019.\n\nDie Klägerin erhob rechtzeitig Rechtsvorschlag.\n\n3.2.\nMit Eingabe vom 6. Mai 2019 ersuchte die Beklagte beim Bezirksgericht\nAarau um Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung über den Teilbetrag\nvon Fr. 123'592.90 nebst 5 % Zins seit dem 31. Oktober 2017 bzw.\nFr. 44'697.60 nebst 5 % Zins seit dem 1. Februar 2019.\n\n3.3.\nMit Entscheid vom 6. Mai 2019 hiess das Bezirksgericht Aarau das Rechtsöffnungsbegehren gut. Dagegen erhob die Klägerin Beschwerde ans Obergericht des Kantons Aargau und beantragte die Aufhebung des Entscheides des Bezirksgerichts Aarau sowie die Abweisung des Rechtsöffnungsgesuchs.\n\n4.\nGleichzeitig erhob die Klägerin am 9. Oktober 2019 Klage beim Handelsgericht des Kantons Aargau und stellte folgende Rechtsbegehren (Verfahren HOR.2019.38):\n\n\" 1.\nEs sei festzustellen, dass die von der Beklagten mit Zahlungsbefehl des\nRegionalen Betreibungsamts S. Nr. aaa vom 4. Februar 2019 in Betreibung gesetzten Forderungen über Fr. 123'592.90 zzgl. Zins zu 5 % seit\n31. Oktober 2017 sowie für Fr. 44'697.60 zzgl. Zins zu 5 % seit 1. Februar 2019, für welche der Beklagten mit Entscheid im summarischen\nVerfahren des Bezirksgerichts Aarau, Präsidium des Zivilgerichts, vom\n-3-\n\n10. September 2019 (SR.2019.110) provisorische Rechtsöffnung erteilt\nwurde, nicht bestehen;\n\n2.\nEs sei der Entscheid im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts\nAarau, Präsidium des Zivilgerichts, vom 10. September 2019\n(SR.2019.110) betreffend provisorische Rechtsöffnung aufzuheben;\n\n3.\nDie Kosten der provisorischen Rechtsöffnung im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts Aarau, Präsidium des Zivilgerichts, vom\n10. September 2019 (SR.2019.110) seien der Beklagten aufzuerlegen;\nder Klägerin sei eine Kosten- und Parteientschädigung im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts Aarau, Präsidium des Zivilgerichts, vom 10. September 2019 (SR.2019.110) betreffend provisorische Rechtsöffnung zuzusprechen;\n\n4.\nDie Betreibung des Regionalen Betreibungsamts S. Nr. aaa vom\n4. Februar 2019 sei zu löschen;\n\n5.\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7 % MWST) zulasten\nder Beklagten.\"\n\nZur Begründung wurde ausgeführt, die in Betreibung gesetzten Forderungen beträfen einen simulierten Darlehensvertrag. Tatsächlich liege gar kein\nDarlehen vor. Zudem sei die Beklagte hinsichtlich der geltend gemachten\nForderungen nicht aktivlegitimiert.\n\nFerner stellte die Klägerin folgende Verfahrensanträge:\n\n\" 6.\nDas vorliegende Verfahren sei bis zur Rechtskraft des Entscheids im\nsummarischen Verfahren des Bezirksgerichts Aarau, Präsidium des Zivilgerichts, vom 10. September 2019 (SR.2019.110) betreffend provisorische Rechtsöffnung zu sistieren.\n\n7.\nAuf die Erhebung eines Prozesskostenvorschusses sei vorerst zu verzichten.\"\n\nZur Begründung wurde ausgeführt, die Klägerin habe Beschwerde gegen\nden Rechtsöffnungsentscheid vom 10. September 2019 eingereicht und\ndie aufschiebende Wirkung beantragt. Das Verfahren sei bis zur Rechtskraft dieses Entscheids zu sistieren. Zudem sei aufgrund des hohen Streitwerts auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten.\n\n5.\n5.1.\nMit Verfügung vom 11. Oktober 2019 wurde dem beantragten vorläufigen\nVerzicht auf Bevorschussung der Prozesskosten nicht stattgegeben und\ndie Klägerin zur Leistung eines Kostenvorschusses aufgefordert. Zugleich\n-4-\n\nwurde der Beklagten Frist angesetzt, um sich zum Sistierungsantrag der\nKlägerin zu äussern.\n\n5.2.\nMit Eingabe vom 24. Oktober 2019 sprach sich die Beklagte gegen eine\nVerfahrenssistierung aus.\n\n6.\nMit Verfügung vom 28. Oktober 2019 wurde das Verfahren HOR.2019.38\nbis zum Abschluss des Rechtsmittelverfahrens betreffend provisorische\nRechtsöffnung vom 10. September 2019 sistiert.\n\n"}