{"Signatur": "AG_OG_009", "Spider": "AG_Gerichte", "Datum": "2003-12-31", "PDF": {"Datei": "AG_Gerichte/AG_OG_009_AGVE-2003-6_2003-12-31.pdf", "URL": "https://decwork.ag.ch/api/main/v1/de/decrees_pdf/3859", "Checksum": "ce0b39d293ad795ed8f727bed1b421a2"}, "Scrapedate": "2025-08-25", "Num": ["AGVE_2003_6"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aargau Obergericht Handelsgericht 31.12.2003 AGVE_2003_6"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Obergericht Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht / Handelsgericht / 1. Kammer Obergericht / Handelsgericht / 1. Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Verzugsauslösende Mahnung (Praxisänderung)\nRechnungen mit dem Vermerk netto 30 Tage gelten gleichzeitig als verzugszinsauslösende Mahnung im Sinne von Art. 102 Abs. 1 OR."}], "ScrapyJob": "446973/34/2362", "Zeit UTC": "25.08.2025 03:17:03", "Checksum": "3d273e637b66b414eeca2921da1d30e9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Aargau Obergericht Handelsgericht 31.12.2003 AGVE_2003_6\nRegeste:\nVerzugsauslösende Mahnung (Praxisänderung)\nRechnungen mit dem Vermerk netto 30 Tage gelten gleichzeitig als verzugszinsauslösende Mahnung im Sinne von Art. 102 Abs. 1 OR.\n\n38 Obergericht / Handelsgericht 2003\n\nD. Obligationenrecht\n\n6 Verzugsauslösende Mahnung (Praxisänderung)\nRechnungen mit dem Vermerk \"netto 30 Tage\" gelten gleichzeitig als\nverzugszinsauslösende Mahnung im Sinne von Art. 102 Abs. 1 OR.\n\nBeschluss der 1.-5. Zivilkammer des Obergerichts und des Handelsgerichts\n\nDie 1.-5. Zivilkammer des Obergerichts und das Handelsgericht\nhaben gestützt auf den von Obergerichtsschreiber D. Rüetschi\nveröffentlichten Aufsatz \"Zahlbar 30 Tage netto\" (SJZ 2003\nS. 341 ff.) beschlossen, dass eine Rechnung mit dem Vermerk \"netto\n30 Tage\" in Abweichung von der bisherigen Praxis (AGVE 1998\nNr. 4 S. 34 ff.) als verzugszinsauslösende Mahnung zu qualifizieren\nist.\n\n7 Art. 102 Abs. 2 und 105 Abs. 1 OR.\nDie Verabredung eines Verfalltags gemäss Art. 102 Abs. 2 OR bedeutet\nnicht, dass das dispositive Recht von Art. 105 Abs. 1 OR keine Anwendung findet.\n\nAus dem Entscheid des Obergerichts, 4. Zivilkammer, vom 26. März 2003\nin Sachen U. K.-H. gegen M. K.\n\nAus den Erwägungen\n\n3. a) Die Feststellung des Eintritts des Verzugs und dessen Folgen sind Rechtsanwendung, weshalb der Antrag der Klägerin, definitive Rechtsöffnung sei zu erteilen für 5 % Zins \"seit wann rechtens\",\ngenügt, sofern sich dies aufgrund des unbestrittenen Sachverhalts\nfeststellen lässt. Die Vorinstanz berechnete den Verzugszins ab mittlerem Verfall mit der Begründung, die Parteien hätten einen Verfall-\n"}