Aufgrund der langjährigen Suchterkrankung sei es zudem zu einer sogenannten Persönlichkeitsdepravation gekommen (ICD-10: F10.71, F10.72). Darunter verstehe man eine Nivellierung des Persönlichkeitsgefüges mit einem Abbau sozialer Verantwortung und nachlassendem Interesse in vielen wichtigen Bereichen. Es komme häufig auch zu einem Verlust an Kritik- und Urteilsfähigkeit sowie zu einem psychischen und physischen Vitalitätsverlust, auch als sogenanntes amotivationales Syndrom bezeichnet. Es bestehe eine schwere psychische Störung sowohl im Hinblick auf eine angenommene Gesamtgruppe sowie in der entsprechenden Diagnosekategorie (Gutachten UA act.