Das SEM erkannte in seinem abweisenden Asylentscheid, dass die Ausführungen des Beschuldigten zu seinem Fluchtgrund unglaubhaft, zu wenig begründet und in sich widersprüchlich seien. Zwar sei der freie Bericht relativ lang ausgefallen, jedoch seien auf Nachfrage wenig neue Details vorgebracht worden, was zum Eindruck geführt habe, die Geschichte sei konstruiert und auswendig gelernt worden (MIKA-Akten, act. 45 f.). Diese Einschätzung bestätigte sich anlässlich der Berufungsverhandlung. Der Beschuldigte verstärkte die Rolle seines Onkels. Während er bisher einfach für die Regierung gearbeitet habe, sei er nun ein «erfolgreicher Politiker» gewesen.