Rechts fehlt, zur Begründung der Widerrechtlichkeit allein nicht ausreicht. Die Verletzung einer solchen Verhaltensnorm vermag eine Widerrechtlichkeit im Sinne des Haftpflichtrechts vielmehr nur dann zu begründen, wenn die verletzte Norm gerade dem Schutz vor solchen Schäden dient (vgl. BGE 141 III 527 E. 3.2; 133 III 323 E. 5.1; 132 III 122 E. 4.1; 124 III 297 E. 5b). Gemäss der publizierten Praxis des Bundesgerichts ist Art. 2 ZGB bzw. das Gebot des Handelns nach Treu und Glauben gerade nicht als Vermögensschutznorm zu betrachten (BGE 124 III 297 E. 5c; 121 III 350 E. 6b; 108 II 305 E. 2b; vgl. auch KESSLER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N. 36 zu Art.