Die psychischen Auswirkungen des Vorfalls dauern bis heute an. So schilderte sie anlässlich der Berufungsverhandlung glaubhaft, sie habe im Sommer dieses Jahres wieder eine Therapie aufgenommen, weil die Vorfälle sie doch noch belasten würden. Sie sei sich mit der Zeit immer mehr bewusst geworden, dass die Vorfälle sie «unterbewusst beschädigt» hätten. Sie habe Albträume und sei «paranoid» gegenüber Männern, vor allem in der Nacht. Die Vorfälle hätten dazu beigetragen, dass ihr Selbstbild kaputt sei. Es sei ein Teil von ihr dazugekommen, der sich Vorwürfe mache und angewidert sei, wenn sie sich nackt sehe. Sie sei in ihrer Beziehung auch noch nicht sexuell aktiv.