Der Beschuldigte hat F.O. aus egoistischen Motiven ermordet, weil er der festen Überzeugung war, dass sie seine Ehefrau E.M. dazu gebracht habe, sich zu prostituieren und diese deshalb zu der von ihm missbilligten Lebensführung verleitet und diese in der Folge gefördert habe. Die Ermordung von F.O. ohne ernsthaften Grund resp. aus nichtigem Anlass erscheint völlig unverständlich und in keiner Weise nachvollziehbar. Der Beschuldigte verfügte denn auch hinsichtlich der Tötung von F.O. über ein sehr hohes Mass an Entscheidungsfreiheit. Insbesondere wäre es ihm offen gestanden, F.O. aus dem Weg zu gehen, bis sie wieder die Schweiz verlassen hätte.