Dies ist insofern problematisch, als dass sich suggestionsbedingte Falschaussagen, deren fehlender Realitätsgehalt der aussagenden Person nicht bewusst ist, von erlebnisbasierten Schilderungen nicht mehr hinreichend unterscheiden lassen. In Fällen mit hohem Suggestionspotential in der Entstehungsgeschichte der Aussage besteht damit keine Möglichkeit mehr, die Suggestionshypothese mit hinreichender Zuverlässigkeit zu verwerfen. Die Glaubhaftigkeit der Aussage lässt sich hier nicht mehr überprüfen (Urteil des Bundesgerichts 6B_655/2020 E. 2.4.4 und Urteil 6B_1109/2019 E. 2.5.3 mit Verweis auf BERLINGER, a.a.O., S. 68 ff., NIEHAUS, a.a.O.; S. 333 ff.).