stark risikoerhöhender Faktor gewertet werden. Ähnliches gelte für den Missbrauch von Cannabisprodukten, welche die paranoid-psychotischen Tendenzen fördern könnten. Die eher ruhig verlaufende Kriminalanamnese spreche dafür, dass der Beschuldigte seine destruktiven Impulse stärker kontrollieren könne, als es sein Auftreten und seine verbalen Tiraden vermuten liessen, so dass Tötungshandlungen nicht mit grosser Wahrscheinlichkeit zu erwarten seien. Gewalttätige Übergriffe aus akuten Konfliktsituationen heraus seien dagegen mit Blick auf die schwache Impulskontrolle des Beschuldigten keineswegs ausgeschlossen, zumindest solange er sich in diesem «paranoiden Zustand» befinde.