Gestützt auf die Aussagen von A.F. ist davon auszugehen, dass es in der Asylunterkunft in U. durchschnittlich drei Mal pro Woche zu sexuellen Handlungen (Geschlechts- oder Analverkehr) gekommen ist, wobei von mindestens einem Mal Analverkehr alle zwei Woche auszugehen ist. Ausgehend von einem Deliktszeitraum von Mitte Dezember 2015 bis Mitte Juni 2016 – somit von 26 Wochen – ist damit von 65 Vergewaltigungen und 13 sexuellen Nötigungen auszugehen.