Der geltend gemachte Aufwand für die bei der Vorinstanz zu erfolgende Berufungsanmeldung, die Kurzbriefe, das Telefonat mit dem Bruder der Beschuldigten und das Aktenstudium vor der Berufungserklärung gehören nicht zum im Berufungsverfahren zu entschädigenden Aufwand. Das erstinstanzliche Gericht übermittelt nach Ausfertigung des begründeten Urteils die Anmeldung der Berufung zusammen mit den Akten dem Berufungsgericht (Art. 399 Abs. 2 StPO). Erst damit wird das Verfahren beim Berufungsgericht rechtshängig und die Verfahrensleitung geht vom erstinstanzlichen Gericht auf das Berufungsgericht über (Urteil des Bundesgerichts 6B_469/2015 vom 17. August 2015 E. 3). Wird eine Berufung gar