Gemäss Lehre stellen die Täter in der Phase des Vertrauensaufbaus zu den Opfern eine emotionale Verbindung bzw. Intimität her. Diese "Grooming-Phase" kann u. U. Wochen, Monate oder gar Jahre dauern. Den Opfern wird in diesem Zeitraum eine vertrauensvolle Umgebung, in welcher offen über (sehr) persönliche und intime Dinge gesprochen werden kann, vorgetäuscht. Dies geschieht u. a. durch geschicktes Fragen und Zuhören sowie durch die Verwendung von schwülstig-poeti- schen Liebeserklärungen und Komplimenten. Zudem geben die Täter z. T. ebenfalls (vermeintlich) persönliche Dinge aus ihrem fiktiven Leben preis, um das Vertrauen zu erhöhen.