3.3.5.4. In seiner Kommentierung zum Ergänzungsgutachten vom 29. Mai 2020 (act. 156.95 ff.) führte Prof. F. unter Verweis auf verschiedene Literaturstellen aus, dass es aus heutiger Sicht nicht nur anachronistisch, sondern falsch sei, die regelmässige Durchtrennung der Vena petrosa superior bei der operativen Behandlung einer Trigeminusneuralgie als Standardvorgehen zu fordern, nachdem in den letzten 20 Jahren mehr Wissen und Erfahrungen über die Folgen einer Ausschaltung grosser Venenleiter in der hinteren Schädelgrube angehäuft worden seien (act. 156.96 f., 156.98). In der (z.T. auch von Prof. G. zitierten) Literatur werde vor die Vene obliterierenden Massnahmen gewarnt.