Der Tod der Patientin hätte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verhindert werden können, wenn die Unterbrechung der rechten Vena petrosa superior nicht erfolgt wäre (act. 156.72). Es gebe bei einer mikrovaskulären Dekompression wegen einer Trigeminusneuralgie keine Indikation für die Durchtrennung / Zerstörung normaler und relevanter Gefässstrukturen in der hinteren Schädelgrube wie der Vena petrosa superior (act. 156.73). Nur die Zerstörung des venösen Abflusses im Bereich der rechten Kleinhirnhemisphäre erkläre den unaufhaltsamen Verlauf bei †D.. Andere Ursachen für die massive intraoperative Reaktion liessen sich anhand der Akten nicht erkennen.