Der "Einriss" des Labrums von superior nach inferior über die vordere Zirkumferenz würde wegen dieser Ausdehnung nicht einer Traumafolge entsprechen. Die klar erkennbaren Knorpelschädigungen am ventralen Glenoid speziell links würden die Charakteristika einer chronischen Schädigung zeigen. Sie hätten nicht durch eine Zugwirkung bei einem luxationsartigen Manöver entstehen können (VB M76 S. 11). Gesamtbilanzierend zeige sich nach systematischer Analyse aller relevanten versicherungsmedizinischen Kriterien das einheitliche Bild einer chronischen Schultergelenksschädigung ventral glenohumeral.