Die Beschwerdeführerin zeige klinisch nebst depressiver Phänomenologie das Bild einer Pseudodemenz mit schwersten mnestischen Störungen. Diese könnten zum Zustandsbild einer schweren depressiven Episode gehören, aber auch andere Ursachen haben, wie Selbstlimitierungen im Rahmen einer nicht-authentischen Beschwerdepräsentation. Das klinisch imponierende depressive Zustandsbild wirke nicht aufgesetzt; eine solche Präsentation erfordere beträchtliches schauspielerisches Talent. Ein aggravatorisches Verhalten bezüglich vorhandener, aber leichterer Symptome sei jedoch nicht auszuschliessen (VB 47 S. 15). -6-