Bei einer vorübergehenden Traumatisierung einer Schulter im Sinne einer Schulterdistorsion gehe "man davon aus, dass die unfallkausalen Beschwerden nach 6 Wochen abgeklungen" seien, womit der status quo sine vel ante nach dieser Periode erreicht sei. Bildgebend habe sich durch die MRI-Untersuchung vom 17. Mai 2021 und damit sieben Wochen nach dem Unfallereignis keine frische unfallkausale strukturelle Läsion gezeigt. Die Sehnen des Supraspinatus- und Subscapularismuskels seien weit bis medial des Glenoides retrahiert (Patte III). Studien hätten gezeigt, dass nach einer traumatischen Ruptur der Sehnenstumpf innerhalb von 12 Wochen nicht bis zum Glenoid und darüber hinaus retrahiere.