Das heisse, die ZNS-Pathologie wirke sich auch negativ auf die Kontrolle der Blasenfunktion und die Steuerung der Sphinktermuskulatur aus. Es sei medizinisch nicht nachvollziehbar, weshalb bei einer schweren ZNS- Schädigung nach Asphyxie nur die Funktionsstörungen der willkürlich gesteuerten Skelettmuskulatur im Hinblick auf die Motorik beeinträchtigt sein soll und nicht auch die willkürlich gesteuerte Muskulatur der Sphinkterfunktion. Sie verwies zudem auf einschlägige Literatur zur Zerebralparese, wonach etwa 30-60 % der Kinder mit Zerebralparese Symptome einer dysfunktionalen Entleerung der Blase hätten (VB 192 S. 2 f.).