Aufgrund der durch den Tinnitus bedingten Konzentrationsstörungen könne sie zudem nicht im gleichen Mass wie andere gehörlose Personen auf das Lippenlesen zurückgreifen. In Bezug auf die schriftliche Kommunikation führte sie aus, sie könne zwar einfache Nachrichten selbstständig verfassen, sei aber im Textverständnis von E-Mails und Briefen meist auf Unterstützung angewiesen. Deutsch sei für gehörlose Personen eine Fremdsprache. Das Schriftverständnis sei bei vielen gehörlosen Personen mit grossen Anstrengungen und einem hohen Konzentrationserfordernis verbunden (VB 307 S. 3).