Gleiches gelte für die Versicherungsmedizin (VB 103 S. 37). Zudem sei die Behauptung, eine (komplexe) PTBS könne gar nicht diagnostiziert werden, wenn die Symptome erst im Erwachsenenalter und nicht schon in der Jugend aufgetreten seien, irritierend. Auch hier handle es sich um eine laienhafte Behauptung. Bei einer Traumafolgestörung handle es sich immer um einen dialektischen Prozess zwischen traumaaktivierenden und traumakompensatorischen Einflüssen. So sei es fast schon die Regel, dass Opfer von sexuellem Missbrauch in der Kindheit zunächst jahrelang – zumindest -9-