3. 3.1. Ein Vorgehen nach Art. 56 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass die betroffene Person vorgängig – ausdrücklich oder zumindest sinngemäss – den Erlass einer anfechtbaren Verfügung gefordert hat (SVR 2009 UV Nr. 24 S. 87, 8C_453/2008 E. 3.3; Urteile des Bundesgerichts 9C_24/2010 vom 31. März 2010 E. 2). Da die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin vor Erhebung der Rechtsverzögerungsbeschwerde mit E-Mail vom 6. April 2022 aufforderte, innert Monatsfrist einen Rentenentscheid zu erlassen (Vernehmlassungsbeilage [VB] 71), ist diese Voraussetzung erfüllt.