{"Signatur": "AG_OG_007", "Spider": "AG_Gerichte", "Datum": "2018-08-14", "PDF": {"Datei": "AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2017-761_2018-08-14.pdf", "URL": "https://decwork.ag.ch/api/main/v1/de/decrees_pdf/2353", "Checksum": "eac7d03478538092017bccbe48361c13"}, "Scrapedate": "2025-08-25", "Num": ["VBE.2017.761"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aargau Obergericht Versicherungsgericht 14.08.2018 VBE.2017.761"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Obergericht Versicherungsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie  Versicherungsgericht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia  Versicherungsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht / Versicherungsgericht / 2. Kammer Obergericht / Versicherungsgericht / 2. Kammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 23 Abs. 1 IVG \nBemessung eines Taggelds der Invalidenversicherung: Begriff des letzten ohne gesundheitliche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens. 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Mai\n2018, in Sachen R.M. gegen SVA Aargau, IV-Stelle (VBE.2017.761).\n\nAus den Erwägungen\n\n4.2.\nDer Beschwerdegegnerin ist zuzustimmen, dass nach Art. 23\nAbs. 1 IVG für die Bemessung des Taggelds das letzte ohne gesundheitliche Einschränkung erzielte Erwerbseinkommen massgebend ist\n(…). Indes stellt sich vorliegend die Frage, was darunter genau zu\nverstehen ist. Hierzu ist Folgendes zu beachten: Die seit dem\n1. Januar 2004 in Kraft stehende (vgl. AS 2003 3841) und mit der\n5. IVG-Revision per 1. Januar 2008 umformulierte, aber inhaltlich\nunveränderte (vgl. AS 2007 5138) Regelung von Art. 23 Abs. 1 IVG\nstimmt mit der früheren Regelung gemäss aArt. 24 Abs. 2 IVG in ihrer bis 31. Dezember 2003 geltenden Fassung überein (vgl. Botschaft\nvom 21. Februar 2001 über die 4. Revision des Bundesgesetzes über\ndie Invalidenversicherung in BBl 2001 S. 3251 ff. Ziff. 2.3.2 und\nAHI 2003 S. 183 E. 2). Nach der hierzu ergangenen und nach wie\nvor gültigen Rechtsprechung entspricht das der Bemessung des Taggeldes zu Grunde zu legende Erwerbseinkommen nach Art. 23 Abs. 3\nIVG – abgesehen vom Festsetzungszeitpunkt – dem Valideneinkommen bei der Invaliditätsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode (SVR 2008 IV Nr. 4 S. 9, I 732/06 E. 2.1 mit Verweis auf das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts\n30 Obergericht, Abteilung Versicherungsgericht 2018\n\nI 475/01 vom 13. Juni 2003 E. 4.2; vgl. auch das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 1081/06 vom 23. Oktober 2007\nE. 3.1; vgl. ferner MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des\nBundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über\ndie Invalidenversicherung (IVG), N. 4 zu Art. 23 IVG). Massgebend\nist damit dasjenige Erwerbseinkommen, welches die versicherte Person zuletzt an ihrem letzten Arbeitsplatz ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielt hat (ERWIN MURER, SHK IVG, 2014, N. 37 zu\nArt. 23-25 IVG mit Verweis auf EVGE 1963 S. 274 E. 2 S. 277 f und\nMICHEL VALTERIO, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants\n(AVS) et de l’assurance-invalidité, 2011, Rz. 1960; vgl. auch\nVALTERIO, Droit et pratique de l’assurance-invalidité, 1985, S. 191,\nund Rz. 3006 sowie 3009 des Kreisschreibens über die Taggelder der\nInvalidenversicherung (KSTI) des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV)). Gemeint ist damit jene Tätigkeit, welche bei\nEintritt der ersten wahrnehmbaren Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigung auf das Leistungsvermögen ausgeübt wurde\n(vgl. AMANDA WITTWER, Der Begriff der Arbeitsunfähigkeit im\nschweizerischen Sozialversicherungsrecht, Diss. 2017, S. 40 mit\nHinweisen). Dies korreliert denn auch mit dem Zweck der Taggelder,\nwelche ein wegen der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen\nnicht mehr erzielbares Einkommen ersetzen sollen (vgl. Botschaft\nvom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (5. Revision) in BBl 2005 S. 4537 Ziff. 1.6.2.1).\n4.3.\n4.3.1.\nDen Akten ist im Wesentlichen zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer bei einem Bruttomonatslohn von Fr. 5'050.00 für die\nA. AG als Strassenbauer tätig war (…), ehe er sich am 23. August\n2013 (Posteingang) wegen Rückenbeschwerden erstmals zum\nLeistungsbezug anmeldete. Im Wesentlichen ist den damaligen medizinischen Berichten die Diagnose eines lumbospondylogenen\nSchmerzsyndroms links bei einer nicht kompressiven Diskushernie\nL5/S1 und, weniger ausgeprägt, L4/L5 sowie geringgradigen Osteochondrosen L4/L5 und L5/S1 zu entnehmen (…). Der Beschwerdeführer wurde in seiner bisherigen Tätigkeit als Strassenbauer als\n2018 Sozialversicherungsrecht 31\n\n"}