{"Signatur": "AG_OG_007", "Spider": "AG_Gerichte", "Datum": "2014-05-20", "PDF": {"Datei": "AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2013-475_2014-05-20.pdf", "URL": "https://decwork.ag.ch/api/main/v1/de/decrees_pdf/2695", "Checksum": "c667c88b808fb2612c5846470c7a9d73"}, "Scrapedate": "2025-08-25", "Num": ["VBE.2013.475"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aargau Obergericht Versicherungsgericht 20.05.2014 VBE.2013.475"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Aargau Obergericht Versicherungsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Argovie  Versicherungsgericht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Argovia  Versicherungsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht / Versicherungsgericht / 1. Kammer Obergericht / Versicherungsgericht / 1. 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Die Ausgleichskasse A hat den anrechenbaren\nVerkehrswert auf der Basis der konkreten Liegenschaftsschätzung\ndes baselstädtischen Grundbuch- und Vermessungsamts, Bodenbewertungsstelle, vom 13. Oktober 2010 ermittelt. Da es sich hierbei\num einen für die Festsetzung des EL-Anspruchs geeigneten amtlichen Schätzungswert handelt (vgl. dazu Urteil des EVG P 25/01 vom\n26. Juni 2001 E. 3a mit Verweis auf SVR 1998 EL Nr. 5 S. 9 E. 6a\nund Urteil des EVG P 50/00 vom 8. Februar 2001 E. 2b), welcher\nauch seitens der Beschwerdeführerin als solcher nicht beanstandet\nwird, erweist sich dieser Ansatz als sachgerecht (…).\n3.1.4.2.\n(…)\nWie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht, wird sie\nmit einem derartigen Vorgehen nicht mit den Aargauer Einwohnerinnen, welche im Aargau eine Liegenschaft besitzen und bei welchen\nder steuerliche Verkehrswert (entsprechend der Aargauischen Verordnung über die Bewertung der Grundstücke, SAR 651.212) Anwendung findet, gleichgestellt, sondern allenfalls den Basel-Städterinnen,\nbei welchen die Bodenbewertungsstelle des Grundbuch- und\nVermessungsamts des Kantons Basel-Stadt den Verkehrswert aufgrund ihrer Schätzungsgrundlagen bestimmt. Eine dadurch im Ergebnis allenfalls entstehende Ungleichbehandlung ist allerdings durch\nden Umstand, dass eine nicht im Kanton Aargau liegende Liegenschaft zu bewerten ist, sachlich gerechtfertigt. (…)\n3.1.4.3.\n(…)\n\n6 Art 78 und 23 ATSG; Art. 9 BV\nAnwendungsfall der Verantwortlichkeit nach Art. 78 ATSG:\n50 Obergericht, Abteilung Versicherungsgericht 2014\n\nWiderrechtlichkeit des Handelns des Versicherungsträgers (IV-Stelle)\ngegeben aufgrund eines Verstosses gegen Art. 23 Abs. 2 ATSG (Akzeptieren eines nichtigen Verzichts der versicherten Person auf IV-Leistungen)\nund gegen Art. 9 BV (Verletzung des Vertrauensschutzprinzips).\n\nAus dem Entscheid des Versicherungsgerichts, 1. Kammer, vom 20. Mai\n2014 i.S. Y.C. gegen Ausgleichskasse A, IV-Stelle (VBE.2013.475).\n\nAus den Erwägungen\n\n2.\n2.1.\nNach Art. 78 Abs. 1 ATSG haften für Schäden, die von\nDurchführungsorganen oder einzelnen Funktionären von Versicherungsträgern einer versicherten Person oder Dritten widerrechtlich\nzugefügt wurden, die öffentlichen Körperschaften, privaten Trägerorganisationen oder Versicherungsträger, die für diese Organe verantwortlich sind.\nArt. 78 Abs. 1 ATSG stellt eine Kausalhaftung dar und setzt\nfolglich kein Verschulden eines Organs der Versicherungseinrichtung\nvoraus (BGE 133 V 14 E. 7 S. 18). Vorausgesetzt ist demgegenüber,\ndass ein Schaden vorliegt, den ein Beamter in Ausübung seiner\namtlichen Tätigkeit Dritten widerrechtlich zufügt (Art. 78 Abs. 4\nATSG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 des Verantwortlichkeitsgesetzes). Das in\nArt. 78 ATSG vorgesehene Haftungssystem kommt jedoch erst dann\nzur Anwendung, wenn das (sozialversicherungsrechtliche) Verwaltungsverfahren bzw. das gerichtliche Anfechtungsverfahren die Schädigung nicht abwenden konnte (subsidiäre Haftungsnorm; BGE 133\nV 14 E. 5 S. 17; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009,\nN. 3 zu Art. 78 ATSG).\n2014 Sozialversicherungsrecht 51\n\n"}