Im Fall des Beschwerdeführers könnten die Trennungssituation sowie die ablehnende Haltung seiner Ex-Partnerin als eine solche Kränkung empfunden worden sein. Die darauffolgende Tat könnte dann als ein Versuch interpretiert werden, die Kontrolle zurückzugewinnen und die empfundenen Demütigungen durch eine gewaltsame, sexualisierte Bestrafung zu kompensieren. Das Bedürfnis nach Dominanz und Kontrolle über die Partnerin werde durch den sadistisch anmutenden Charakter der Handlung verstärkt, der darauf abziele, die Ex-Partnerin für die erlebte Kränkung zu bestrafen und gleichzeitig die eigene Machtposition wiederherzustellen.