Auf einer übergeordneten kulturpolitischen Ebene sei die vom Schweizerischen Bauernverband entworfene Alte Bäuerinnenschule durchaus den Bestrebungen im Rahmen der geistigen Landesverteidigung zuzuordnen. Unter Ernst Laur (1871–1964), dem langjährigen Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes, habe das Bauerntum als Sammelgefäss von als typisch schweizerisch deklarierten Werten eine ideologische Überhöhung und starke Popularisierung erfahren. Schon in den 1950er-Jahren hätten die ursprünglich für 18 Schülerinnen konzipierten Räume nicht mehr ausgereicht. 1964 sei die Alte Bäuerinnenschule durch ein neues Schulhaus mit Schlaftrakt für 36 Schülerinnen abgelöst worden.