Nach dem Willen des kantonalen Gesetzgebers handelt es sich bei den in § 73 Abs. 1 EG ZGB geregelten Pflanzabständen um dispositives Recht, wovon benachbarte Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer vertraglich abweichen können (vgl. Botschaft des Regierungsrats an den Grossen Rat vom 22. Juni 2016, EG ZGB, Bericht und Entwurf zur 1. Beratung [Botschaft 1 EG ZGB], 16.136, S. 31, 33). Der Grenzabstand von 6 m für hochstämmige Bäume über 12 m Höhe wie etwa Tannen wurde im totalrevidierten Gesetz vom 27. Juni 2017 (in Kraft getreten am 1. Januar 2018) beibehalten (Botschaft 1 EG ZGB, S. 34).