Die Zahlungsunfähigkeit ist im Zeitpunkt des Steuerbezugs bzw. des Erlasses der Haftungsverfügung zu prüfen, d.h. sie muss in diesem Zeitpunkt (noch) bestehen (Urteil des Bundesgerichts 2C_306/2007 vom 13. Dezember 2007, Erw. 4.2.1; SCHORNO, a.a.O., N. 5a zu § 22 StG; SCHWALLER, a.a.O., S. 673). -9- Bei blosser Zahlungsunwilligkeit des Ehegatten kann hingegen keine Haftungsverfügung erlassen werden, womit die Solidarhaftung weiterhin besteht (Urteil des Bundesgerichts 2C_882/2015 vom 29. März 2016, Erw. 3.1; PETER LOCHER, Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 2. Aufl. 2019, N. 17 zu Art. 13 DBG).