2.2. 2.2.1. Art. 3 EMRK schützt vor Folter sowie unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe. Von Art. 3 EMRK erfasst sind nur solche Sachverhalte, in denen die Misshandlung ein Mindestmass an Schwere erreicht und körperliche Verletzungen oder intensives physisches oder psychisches Leid mit sich bringt (vgl. STEFAN SINNER, in: ULRICH KARPENSTEIN/FRANZ C. MAYER [Hrsg.], EMRK – Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten, Kommentar, 3. Auflage, München 2022, Art. 3 N 5 f.). Die Garantien von Art. 3 EMRK sind grundsätzlich negativer Natur, d.h. sie halten die Behörden an, die erwähnte Behandlung oder Strafe zu unterlassen. Daneben folgen aus Art.